Adé New York Fashion Week. Wir ziehen weiter nach London. Vorher sagen wir noch Danke: Vielen Dank für die Blusen. Auf den Straßen rund um die Schauenplätze waren sie omnipräsent. Zunächst das Hemd. Der Klassiker, abgeräumt, blütenweiß, in zartem Bleu oder mit feinen Streifen. Es nimmt mehr Raum ein, buchstäblich. Geräumig, luftig, oft oversized und mit voluminösen Ärmeln, bis hin zu Kimono- und Fledermaus-Formen, nimmt das Hemd eine lässigere Haltung ein. Fashionistas tragen es am liebsten schlampig geknöpft und Off-Shoulder zu zerschlissenen Jeans, überlangen Marlene-Hosen, Glockenröcken und Cargo-Hosen.

Schulterfrei, ohnehin ein durchschlagender Trend. Die Carmen-Bluse, Aufsteiger des Sommers, taucht in vielen Outfits auf. Bei den meisten Modellen schwingt Folklore mit, Hippie-Feeling. So wie man es auf den einschlägigen Festivals in diesem Sommer gesehen hat: mit Stickereien, Volants, Kordeln. Auch mal bauchfrei. Durch Laser-Cuts, Semi-Transparenz und Cut-outs kommt noch mehr nackte Haut zum Vorschein.

Die jüngere Alternative: Bustiers oder One-Shoulder-Rippenshirts. Oder die neue, modernere Variante der Bauernbluse: geradlinig, strenger, so sind sie zuletzt in progressiven Sortimenten aufgepoppt. Und jetzt wieder in New York.

In der TW 39 vom 24. September 2015 finden Sie eine ausführliche Schauenanalyse der New York Fashion Week. Die digitale Ausgabe steht bereits am 23. September 2015 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.

Fotos: Stefano Coletti for www.mybestbrands.de