Vielerorts haben die Temperaturen schon die 30 Grad-Marke geknackt. Jetzt heißt es: Rausgehen und aus sich raus gehen. Zeigen, was man hat. Auch mit der Klamotte. Und das heißt beileibe nicht, sich mit einer roten Chino und einem blaugestreiften Hemd ins Eiscafé zu setzen. Männlich, cool und lässig muss es aussehen. Da ist weniger mehr. Das mag zwar eine Plattitüde sein, aber sie ist so wahr wie eh und je.

Ja, die Männer haben mehr Mut zur Farbe. Die Erfolge des Handels mit bunten Chinos, mit knalligen Hemden mit vielen Details und Akzenten sind unbestritten. Jedoch erinnern sie bei vielen Herren eher an eine schlechte Vorher-Nachher-Show. Vorher trist und nachher bunt. Vorher ein Mauerblümchen und nachher ein Gockel. Verbessern tut sich bei diesem Spiel kaum einer. Farbe ist eben nicht gleich Mode. Ergo: Eine rote Chino macht noch lange keinen Trendsetter.

Looks, die mit den richtigen Teilen, in der richtigen Kombination und mit der richtigen Passform auf den Punkt kommen – darauf kommt es beim Styling an. Peter Wolff, Chefeinkäufer von Wormland, kennt seine Kunden genau: „Die Jungs schlüpfen jetzt am liebsten in eine lässige Dark Denim, dazu ein schlichtes weißes T-Shirt und eine knackige schwarze Lederjacke“. Der etwas erwachsenere Typ, der sich von seiner Freundin sonntags doch mal ab und zu zum Brunch überreden lässt, greift zur Alternative. „Mit Sicherheit sucht er dann eine Chino, aber eben nicht in Knallfarben, sondern in Naturfarben, wie Beige, Schlamm und Oliv“, so Wolff. Dazu ein Stretch-Hemd und drüber ein luftig-leichter Blazer. So darf der Sommer kommen.

Einen ausführlichen Bericht über coole Stylings an heißen Tagen lesen Sie in der TW 18, die am 3. Mai 2012 erscheint.