Alles Chino, oder was? Schlanke Slacks aus Flachgewebe sind in der Menswear derzeit das Thema schlechthin. Und Denim? Was macht eigentlich Denim? Es ist verdächtig ruhig geworden um den blau gefärbten Baumwollstoff. Schon seit Monaten fällt das D-Wort in HAKA-Kreisen immer seltener. Zu Unrecht. Denn auch wenn Jeans in jüngster Zeit als Umsatzbringer in progressiven Sortimenten Federn lassen mussten, ist der Einfluss der einstigen Goldgräber-Buxen auf den Look der Männer ungebrochen. Schließlich wird trotz leicht rückläufiger Zahlen nach wie vor gut ein Drittel der Hosenumsätze mit dem Evergreen Jeans erwirtschaftet.

Und auch Streetlooks, aufgenommen in Paris, London, Mailand, Berlin und New York, zeigen wie beliebt Denim nach wie vor ist. Und wie vielfältig: Junge Männer tragen Jeanshemd mit Fliege, Frauen tragen es als Kleid, wie schon das weiße Männerhemd zuvor. Die kurze Jeansjacke gehört zu den Aufsteigern schlechthin.

Die in Indigo gefärbte Klamotte ist ohne Frage weiterhin ein starkes Thema. Und zwar eines, das noch stärker werden kann. Nur darf es nicht mehr um die Hose alleine gehen. Denn statt sich aufs Beinkleid zu beschränken, nistet sich ihr blauer Farbstoff jetzt verstärkt in andere Produktgruppen ein. Hemden, T-Shirts, Accessoires – sie alle haben das Blaulicht angeworfen. Mit Erfolg.



AUS DER KLASSIK
Tradition Reloaded für den Hochsommer. Federleichte Blazer treffen auf dezente Accessoires.



WIE BEIM SPORT
Austrainiert statt ausgewaschen. Techno-Stoffe und funktionale Details spielen die Hauptrolle.



IN DER SONNE
Wie einmal durch den Sandsturm gejagt. So soft und gedämpft müssen Farben und Stoffe für wahre Casual-Fans sein.



Mehr zum Thema Denim lesen Sie in der TW 21, die am 24. Mai 2012 erscheint.