Wo sind all die harten Kerle hin? Die fetten Red Wings? Die voluminösen Woolrich-Jacken, Raw-Denims und Karohemden? Offensichtlich ist der Look in New York jetzt endgültig over. Weg, vertrieben aus der großen Modemetropole. Und wie es aussieht, ist der Spießer auch gleich mit rausgefegt worden. Die Stadt während der New York Fashion Week wirkt frei von Holzfäller-Typen und schmalen Nerds mit akkurater Scheitel-Frisur und korrekt gebügelter Hose.

Sauber, New York. Die Männer, echte Gentlemen. Mit schmalen Blazern, ultraschlanken Slacks, konfektioniertem Casual-Strick, Wollkrawatten. Dazwischen immer mal wieder eine Bomberjacke und ein Druck-Hemd. Moderne Formal-Wear. Das Flair kommt über unerwartete Accessoires wie verspiegelte Wayfarers, futuristische iPad-Mappen oder Samtslipper in sattem Bordeaux. Sowie über ungewöhnliche Materialien wie Nylon und Mesh. Active- und Formalwear treffen ungebremst aufeinander.

Frauen bleiben ihrem Céline- und Isabel Marant-inspirierten Look treu. Zigatten-Hose in 7/8-Länge, dazu unabdingbar: spitze, filigrane Pumps. Weiße Hemdbluse. Ledertop mit Stand. Boxy Strick-Pullover oder Sweat, gerne auch als Farb-Highlight im Outfit. Eispastelle stehen hoch im Kurs, alles rund um Mint und Bleu. Ein Upgrade für jedes Outfit: Jacke, Trench oder Blouson, lässig um die Schultern gelegt. Wirkt wie ein Cape und damit gleich viel eleganter. Als spannender Gegenpol: eine Baseball-Käppi oder eine derbe Seemanns-Strickmütze.