Es sind wohl die meist fotografierten geschwungenen Waschkiesplatten der Welt. Wer hier sitzt oder sich einfach nur tummelt, stellt sich gerne den Fotografen. Direkt vor dem Hauptgebäude namens Padiglione Centrale sitzen die Coolen, die Kenner, die Player, die Machos, die Schnösel. Das Gelände der Fortezza da Basso ist während der Männermode-Messe Pitti Uomo (7.- 10. Januar) der wichtigste Catwalk der Modewelt. Über 20.000 Einkäufer aus aller Welt treffen auf Anbieter, Redakteure, Blogger, Agenten. Stilpäpste plauschen, trinken Espressi, rauchen Gitanes und smartphonen in entspannter Manier. Im besten Falle tun sie alles gleichzeitig.

Das Ganze wird festgehalten. Die Looks, der Habitus, die Gestik und Mimik. Die Fotografen konzentrieren sich längst nicht mehr nur auf die wichtigen Mode-Strömungen auf den Ständen der Messe. Mindestens genauso wichtig ist für sie der Style der Besucher. Der lebt von Klassik. Alles ganz easy. Oft sehr italienisch. Blau, Grau, Toffee. Gut gemixt mit Casualwear. Immer öfter mit Denim statt Tuchhose. Aufsteiger sind Streetstyle-Elemente. Beanies, Basecaps und Sweater pushen die Looks rund um Anzug, Jacket und Mantel.