Rock und Grunge mit Nieten und viel Schwarz. Darunter blitzt ein wenig romantische Spitze hervor. Dazwischen ein Blazer. Dazu ein Sneaker. Und ein Schuss Ethno. Das Spiel ist geübt. Der Mix der Stile und Einflüsse. Der Muster, Drucke, Farben und Strukturen in nur einem Outfit. Der weiche Bruch. Und der harte. Bis in die letzten Ecken des Marktes ist es gedrungen. Mix und Match. Damit geht die Entwicklung zu starken Einzelteilen und zu immer einzelteiliger aufgebauten Sortimenten einher.

Jetzt brechen die, die damit vor Jahren angefangen haben, aus dem System aus. Trendbewusste Frauen und Männer tragen neuerdings Sets, Outfits wie aus einem Guss. Monochrom, ganz pur in Schwarz und Weiß oder als Zweiteiler im Allover-Print. Das ist zurzeit das stärkste Signal aus den Trendmetropolen wie Stockholm und Kopenhagen. Frauen tragen Slim Pants und standfeste Tops. Weite Shorts zu Blazerblusen. Jogginghosen zu Kimonoshirts. Marlenehosen zu Bomber-Jackets. Die Biker-Weste zur Bermuda. Das sind die neuen Hosenanzüge, befreit von Biederkeit, lässig, ungezwungen. Die neuen Kostüme: Sweat-Rock mit Tunnelzug zur Biker. Schlauchrock oder kurzer, schwingender Rock (ohnehin ein Aufsteiger) zum boxy Pullover. Moderne Outfits, wie sie in unsere Zeit passen. Modische Männer wählen Bermudas und Shirts allover mit Hibiskus-Blüten bedruckt. So haben es die vertikalen Anbieter wie Topman propagiert. Oder die verkürzte Sweat-Hose zum Jersey-Blazer, von Kopf bis Fuß in Grau-Melange.

Die Vielfalt der Ideen zeigt, wie variantenreich das Thema gespielt werden kann. Der Fokus auf starken Einzelteilen bleibt: Es braucht neue Indoor-Jacken, eine größere Auswahl an Hosen-Silhouetten, innovative Strick- und Shirt-Ideen. Ready? Set! Go!