Paris, vergangene Woche, über 100 Defilees. Die größte Show findet allerdings draußen statt: Überall stehen sie, die fleischgewordenen Trends. Stylisten und Einkäufer. Redakteure und Blogger. In ihren neuesten Teilen, klare Signale, wohin es nächste Saison geht. Die Accessoires-Lieblinge der Mode-Community: Boxy Bags und derbe Boots.

Zunächst die Taschen: Neben den altbekannten It-Bags von Chloé und Chanel und der omnipräsenten Trapez von Céline tauchen bemerkenswert viele neue Kleinformate auf. Mini-Satteltaschen mit Kurzgriff, handliche Kuverttaschen bis hin zu Day-Clutches, vorwiegend aus mattem Leder und im Colorblock. Schwarz zu Weiß. Pastell zu Pastell oder zu leuchtenden Grundfarben. Auch der düstere Glamour-Chic aus der Bekleidung macht vor den Taschen nicht Halt. Essenziell dafür: Schwarz und schwarzstichige Edelsteintöne wie dunkles Lila, Blau, Rot, Grün. Außerdem: Nieten, gerne feiner als bisher.

Die Schuhe: am liebsten derb zu den abgeräumten Sauberfrau-Outfits. Creeper gehören zu den Favoriten, aber nicht nur in ihrer klassischen Machart, als Schnürer also. Mittlerweile ist der starke, durchgängige Plateauboden, weswegen die Modelle gerne als „Briketts“ bezeichnet werden, auch Basis für offene Schuhe oder Booties. Manche Fashionistas treiben es mit den klobigen Buffalo-Boots aus den Neunzigern auf die Spitze.

Apropos Spitze, Pumps mit spitzen Leisten haben sich bei den modischen Damen bereits seit Längerem etabliert, gehen in neuen Varianten in die nächste Runde. Aufgefrischt durch Mesh- oder transparente Kunststoff-Einsätze. Upgedated mit spiegelglatten oder sogar reflektierenden Materialien.