Seit Saisons kommt von oben, aus der Beletage, das Signal: mehr Stand. Für Kurzgrifftaschen, Shopper, sogar für Rucksäcke und Zugbeutel. Doch zu fest hat sich die Volkstasche im Look verankert, zu heiß und innig ist die Liebe zum weichen Schlauchbeutel, der sich so wohlig an den Körper schmiegt. Nur vereinzelt wagen Frauen den Seitensprung. Der alte Schmeichler ist ja noch gut. Das ändert sich allmählich.

Still und heimlich hat sich die boxy Bag in unser Leben geschlichen. In das Leben von Frauen, die keine Lust mehr auf Vintage hatten, keine Lust mehr auf schlabbrige Begleiter, so schwach, dass sie in sich zusammenfallen, lässt man sie nur ein paar Sekunden aus den Augen. Sicher auch, weil feste Taschen ein guter Gegenpol zu all den weichen, hülligen, voluminösen Outfits sind. Geradling, geometrisch sorgen sie für Ecken und Kanten im Look. Das zeigen aktuelle Streetlooks aus den internationalen Metropolen.

In der TW 48 vom 26. November 2015 wird das Segment im Rahmen der TW-Imageanalyse Taschen 2015 intensiv beleuchtet: Status quo, Entwicklungen und Potenziale. Imageanalysen, Stilgruppen und Renditen. Sowie den Gesamtgewinner der Studie. Die digitale Ausgabe steht bereits am 25. November 2015 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.