Bewerbungsgespräch, Examen, 80. Geburtstag der Großtante, der erste Besuch bei den Schwiegereltern. Es gibt so manch einen Anlass, der "angemessene" Kleidung erfordert. Angemessen heißt ordentlich, schick. Und Frauen greifen dann oft der Einfachheit halber zum Kostüm. Aber eigentlich gezwungener Maßen, denn richtig wohl fühlt sich keine Frau im Kostüm. Zu bieder, zu unbequem, zu streng. Es ist eben doch buchstäblich ein Kostüm, eine Verkleidung.

René Lezard
René Lezard


Jetzt könnte dem Ganzen eine neue Relevanz beigemessen werden. In der DOB tönt der Ruf nach mehr Schick stärker als zuvor. Wichtiger Protagonist könnte das Kostüm werden. Zum Sommer 2012 zeigten die internationalen Designer bereits Varianten, extrem aufgelockert: durch viel Bein oder einen Hauch von Haut zwischen Taille und Rippenbogen. Zum Winter 2012 gehen die Kreativen einen Schritt weiter und zeigen zweiteilige Kleider. Meist ein knieumspielender, schmaler Rock und ein darauf abgestimmtes Top.  Eine Variante, die es länger nicht gegeben hat, die aber dem aktuellen Anspruch an lässige Eleganz erfüllt.