Manchmal ist etwas da und hat noch keinen Namen. Ein Baby vielleicht. Ein Kuchen, den man selbst erfunden hat. Oder irgendein Phänomen, das plötzlich gegenwärtig ist. So ging es uns mit diesem Aufsteiger.

Schwalbenschwanz war eine spontane Idee. Frack-Bluse eine andere. Alles ok, aber nicht ganz treffend, denn die Bluse ist nicht zwangsläufig an der Rückseite geteilt wie der Schwalbenschwanz oder der Frack. Aber sie ist immer vorne kurz und hinten lang. Also heißt sie jetzt einfach so wie die 80er Jahre-Frisur: Vokuhila.

Vokuhila also. Sehr schön. Kann man sich gut merken. Vor einem Jahr sah man die ersten rund um die Copenhagen Fashion Week. Vorzugsweise in Weiß und leicht transparent. Dazu trugen die jungen Frauen lässige Satinhosen und einen strengen Blazer. Ein guter Look. Und eine angenehme Abwechslung zur gängigen Chino-Shirt-Kombi, die mittlerweile den breiten Markt erfasst hat.

Es ist auch eine neue Art von Lagenlook. Und Frauen lieben Lagenlook. Man denke nur an die Jahre, in denen ein halbes Dutzend Shirts unter und übereinander getragen wurden. Auch um ein paar kleine Pölsterchen zu verstecken. Jetzt also ein neues Spielelement. Man kann schmale oder lässige Hosen darunter tragen, oder auch mal Shorts, einen Mini...
Ganz Mutige tragen die Vokuhila-Bluse XXL, also ein fast Kaftan-artiges Teil, nahezu bodenlang. Wer es noch verspielter mag, der greift zu einem asymmetrischen Modell. Das kann man wahlweise auch ganz ohne Unterteil tragen.

Skandinavische Modeanbieter wie Acne haben die Teile mittlerweile im Sortiment, genauso wie H&M und Cos. Im Winter könnte die Vokuhila-Bluse einen schweren Woll-Hosenanzug aufbrechen, für Frauen, die einen Business-Look wollen, ohne bieder zu wirken. Das kann dieses unkonventionelle Teil leisten. Es ist leicht, frisch, wirkt modern.
Letzten Endes ist die Vokuhila-Bluse auch eine neue Chance für Jeans. Haben wahre Fashionistas in den letzten Saisons kaum Denim getragen, sieht man in der Kombination mit dem neuen Blusentyp auch wieder Skinnys. So heißen doch die ganz schmalen Röhrenjeans, oder?