A wie Avantgarde, B wie Brit-Chic, C wie Contemporary. So lautet das ABC aus dem H&M seine aktuelle Herbst-Kollektion für Männer konzipiert. Herausgekommen sind subtile und dennoch pointierte Menswear-Styles. Augenscheinlich folgen die Schweden dabei der Stilistik eines modernen, urbanen Gentlemans. Angezogen auf den ersten Blick, hier und da gar traditionsbewusst auf den zweiten – und gleichzeitig beeinflusst von Funktionalität und dynamischen Active-Elementen. Tweed trifft Technik. Englische Extravaganz verbindet sich mit nordischer Nüchternheit.

Farblich zeigen sich die Outfits monochrom und clean. Rauchiges Grün, Blau und Ocker kombiniert zu verschiedenen Grauabstufungen, Schwarz und Kitt. Highlights kommen über mattes Kupfer und Lila. Konzertieren statt kontrastieren, so die Herangehensweise. Scharfe Gegensätze und provokante Stilbrüche hat das Unternehmen aus Stockholm bewusst vermieden. Feine Akzente werden durch dezente Muster, platzierte Minimal-Prints, Strukturen und smarte Donegal-Gewebe gesetzt. Auffällig ist das Spiel mit ungewöhnlichen Längen und Proportionen, die in schlanken Looks vielseitig kombiniert werden.

Bomber-Blousons. Bomberjacken setzen Statements. Mit und ohne Strickbündchen sorgen sie für Highlights im Total-Look der Kollektion. Sowohl durch Farben wie Kitt und Kupfer, aber auch durch optisch bewegte Spielereien mit unkonventionellen Steppungen – die mal waagerecht, senkrecht oder geschwungen zueinander verlaufen können. Die Bomber sind vielseitig und werden sowohl zu smarten Krawatten-Looks getragen, als auch in avantgardistischen Styles mit Bundfaltenhosen.

Spiel mit Proportionen. Im Look der Formal- und Sportswear spielen die Schweden mit unterschiedlichen Längenverhältnissen, die für optische Hingucker-Effekte sorgen. Das Hemd etwa wird nicht in die Hose gesteckt. Und während Sakkos nur bis an die Hüfte gehen, reichen Rollkragenpullover oder Hemden weit über den Hosebund. Zum Teil fast bis an die Knie. Auch Mantel und Parka-Modelle werden knielang gezeigt. Hosen hingegen verkürzt und meist nur knöchellang.

Dynamische Hemden. Hemden und Hemdenformen spielen im Styling der Kollektion eine wichtige Rolle. Ob mit oder ohne Krawatte werden sie stets hochgeschlossen präsentiert. Dezente Camouflage-Muster in Grautönen haben genauso ihren Platz wie kleine Tier-Motive und Überkaros. Als Outerwear-Styles konzeptionierte Hemdenformen mit aufgesetzten Brusttaschen bringen zudem Leichtigkeit für die Sportswearsortimente des Herbstes.