Es läuft gut für die Händler im hohen Genre. Juni gut. Juli gut. Laut TW-Testclub plus 3,5% in der vergangenen Woche. Auf einer guten Vorlage aus dem Vorjahr. Neue Ware wird vielerorts bestens verkauft. Die starken Marken ziehen. Und die starken Teile. Allen voran das Kleid. Das neue Kleid: Denn schlicht wollen die Kundinnen es nicht. Dafür kann es über neue Drucke und festive Details punkten. Im Alltag besser knieumspielend, für den besonderen Anlass darf es länger sein.

„Das Kleid ist die Grundlage allen Handels. Generell setzen sich schöne, leichte Farbnuancen durch. Und Farbtupfer, wie die Drucke bei Alexander McQueen. Das Kleid läuft entweder über einen neuen, interessanten Druck oder über einen festiven Look. Festliche Kleider können bis 1800 Euro kosten", sagt Oliver Hüsken von Hüsken in Lippstadt. An Drucke glaubt auch Mario Eimuth von Stylebop in München: „Die Avantgarde der jüngeren Designer ist stark. Mary Katrantzou und Peter Pilotto überzeugen sehr mit ihren Drucken."

Uli Berz von Marion Heinrich in München: „Wir haben zum Teil schon Wartelisten für Kleider von Isabel Marant, Céline und Victoria Beckham." Bei Luxefashion in Köln gehört das „geblümte Etuikleid aus der Versace Collection zu den Topsellern." Ingrid Zehender-Weber, Ingrid Zehender Mode, Bad Homburg: „Strick- und Jerseykleider von Moschino Cheap&Chic und auch der Hauptlinie laufen hervorragend. Daneben Abendkleider, vor allem von Talbot Runhof." Auf Talbot Runhof setzt auch Frances Bentz von Bentz in Saarbrücken: „Die Kleider von Talbot Runhof in Rot und Beige oder mit Wollcrepe und Spitze kommen sehr gut bei unseren Kundinnen an. Sie sind leicht drapiert und knieumspielend."