Auch wenn es wohl jetzt noch keiner wahrhaben möchte: Der Herbst steht in den Startlöchern und dahinter lauert schon der Winter. Zeit, sich mit den neuen Themen vertraut zu machen: Schön warm eingepackt gehen die Damen in die kalten Tage. Soft und kuschelig muss es sein. Strick, dicke Daunenbomber und Fellbesätze sorgen für den Wohlfühlfaktor. Gefragt sind aber auch kernige, authentische Looks. Denim feiert sein Comeback. Das gilt für Jacken und Hosen. Am besten in Blau. Auch der Rock ist zurück. Und symbolisiert Eleganz. Ob kurz, knie- oder wadenlang. In diesem Winter wirkt er immer sophisticated und edel. Brokat, Leder und Pailletten haben ihren großen Auftritt. Die Beine werden in Szene gesetzt. Asien spielt eine große Rolle. Von dort kommen neue Inspirationen. Kimono-Tops, Stickereien, Asia-Prints und ganz viel Seide. Porzellan-Teint und rote Lippen wie bei einer Geisha. Das ist der Look zum Winter. 

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New Denim.
Denim feiert nicht nur bei Hosen sein Comeback. Auch Jeans-Hemden, -Jacken und -Kleider sind wieder groß im Kommen. Sogar Sneaker in Denim-Optik gibt es mittlerweile. Das Schöne an der Denim-Mania: Man kann getrost verschiedene Jeans-Teile miteinander kombinieren.  Das macht den Look erst spannend. Auch wenn die meisten Frauen im Winter bei Jeans mittlere bis dunklere Waschungen bevorzugen – es gibt Alternativen. Auch hellere Bleached-Varianten sind in der dunklen Jahreszeit durchaus tragbar. Ganz vorne dabei in dieser Saison: Weiß- und Grautöne. Und alles, was Glanz bringt: Über spezielle Beschichtungen entstehen interessante Effekte auf den Oberflächen. Die Skinny ist nach wie vor eine Bank. Die Frauen lieben es schmal. Doch es deutet sich ein Trend zu mehr Lässigkeit an. Gemäßigte Boyfriend-Styles und Straight-Varianten bauen sich auf. Für Mutige sind Wide Leg-Formen und Latzhosen neue Impulse.

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Japan Style.
Volumen spielt beim Asia-Look eine entscheidende Rolle. Die Kimono-Roben sind weit geschnitten und werden mit einem Gürtel zusammengehalten. Die Ärmel sind fast immer verkürzt und gehen trichterförmig auseinander. Fließende Qualitäten mit einem weichen Fall sind hier Voraussetzung. Besonders edel wirken Blusen und Kleider aus reiner Seide. Hersteller arbeiten jedoch immer mehr an Poleyster-Qualitäten, die sich wie Seide anfühlen. Wichtig ist, dass das Material einen gewissen Glanz hat, damit Farbe und Prints brillant wirken und die Ware edel daherkommt. Drucke sind beim Japan-Trend essentiell. Allen voran Kirschblüten, Vogelmotive und Ornamente. Auch Stickereien sind wichtig. Zum Beispiel Drachen- oder Blüten-Applikationen. Lurex-Fäden setzen dabei Akzente. Für Drucke und Stickereien gilt: Subtiler wirken sie, wenn sie platziert sind, lauter, wenn sie allover eingesetzt werden. Schwarz, Lavendel, Rot und Jade sind die Highlight-Farben. Und sie passen perfekt zum Winter.

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Neue Hülle.
Hauptsache leicht. Das ist das wichtigste Kriterium für die Outdoor in diesem Winter. Die Leichtdaune gehörte bereits im Sommer zu den absoluten Bestsellern. Ganz klar, dass die Anbieter dieses Thema nun weitergedreht haben. Westen, Blousons, Mäntel – sie alle kommen besonders leicht daher. Stepp zeigt seine vielen Facetten. Mal klein und fein à la Chanel in Leder. Mal großflächig und sportiv aus Nylon. Damit Stepp nicht zu bullig wirkt und die Frauen in Michelin-Männchen verwandelt, sind die Stepper meist tailliert oder kommen mit einem variablen Gummizug in der Taille. Auch der Mantel ist in den verschiedensten Varianten zurück. Als Trench, als Duffle, als Parka. Aus Wolle, aus Leder oder Lammfell. Sogar wadenlang und oversized. Für Mutige, versteht sich. Die Bomberjacke, die in den 90ern ihre Hochphase hatte, erlebt nun ihr Comeback. Kurze Dauenjacken etwa von Moncler gelten sogar als Statement-Piece.

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Rich Girls.
Statement-Piece, so lautet das Zauberwort der Saison. Ob es die üppig mit Schmucksteinen besetzte Kette ist, das Pelz-Accessoire oder die Handtasche vom Designer. Zum Winter markieren geschmückte Blousons die modische Spitze. Kontrastärmel, schimmernde Qualitäten, Stickereien und Badges machen den Reiz aus. Aber auch die Bikerjacke lebt weiter und zwar in ethnisch oder Chanel-like interpretierten Materialien. Lederjacken zeigen Nieten und Ösen, Brokattypen setzen auf dunkle Farbigkeit und opulente Strukturen. Bereits im Frühjahr gab es viele bedruckte Hosentypen. Nun kommen Brokate und kleingemusterte Jacquards groß heraus für schmale Zigaretten-Formen. Glamour-Dresses in schlichten Schnitten punkten über das Material. Allover-Pailletten bleiben dabei ein starkes Thema. Gefolgt von Perlen-Stickereien, die in grafischen Formen angeordnet sind. Mal folkloristisch angehaucht, mal ganz im Art Déco-Stil. Romantisch wird es, wenn Spitze im Spiel ist. Neben traditionellen Motiven werden immer häufiger grafische Spitzen für die Schulter- und Ärmelpartie eingesetzt, die schlichten Kleidern den Kick geben.

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Neue Masche.
Mit dem Tiger-Pullover von Kenzo fing der Trend an: Intarsienmotive sind wieder da. Ob Tierköpfe, Smileys oder Graphics. Ob schlicht und grafisch oder verspielt und zusätzlich mit Stickereien versehen. Oversized-Schnitte bringen Lässigkeit. Rundhalsausschnitte lassen Blusenkragen hervorschauen. Spray-Effekte und Colddye-Techniken machen das Thema besonders kommerziell. Norweger müssen nicht immer rustikal wirken. Im Gegenteil. Die neuen Ethnomuster haben durchaus das Zeug zur Eleganz. In feinfädigen Garnen verstrickt, wirken Linien, Würfel, Rhomben und kleine Farbflächen im Mix zeitgemäß. Zugegeben: Die haarigen Garne sind nicht jedermanns Sache. Die kuschelige Wirkung jedoch überzeugt viele, weil keine Merino- oder Kaschmir-Qualität so flauschig aussehen kann. Im Trend sind kastige Formen, coole Farbkombis und grafische Muster. Fein oder grob – Melangen können zwei- oder mehrfarbig sein. Mal mit neonfarbigen Einsprengseln, mal ganz klassisch in Grauabstufungen. Nicht nur Strick bringt den bewegten Farbmix gut rüber. Vor allem das neu aufkommende Thema Sweatshirt kommt ohne Melangen nicht aus.

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Rock Stars.
Der Minirock – er war nie ganz weg. Aber jetzt schickt er sich an, wieder wichtiger zu werden. Als Brokatrock, gemusterte Jersey-Variante, als Denim-Alternative oder im sportiven Cargo-Look. Gemusterte Feinstrumpfhosen dazu – und schon kann viel Bein gezeigt werden. Mal mit High-Heels, Kitten-Heels, Ankle-Boots, Reiterstiefeln oder Pantoffel-Ballerinen kombiniert. Auch lange Röcke sind präsent. Knielang, wadenlang oder in winterlicher Maxi-Variante. Die internationalen Designer haben den Trend auf den Laufstegen massiv propagiert. Glockige Formen setzen vor allem die Taille in Szene. Eine feminine Silhouette wird durch fließende Materialien unterstrichen. Mehr Power bekommt der Look durch Stoffe mit leichtem Stand – ein Thema für die modischen Vorreiter. Mal ein Schößchen, mal viele Volants, mal farbig unterlegte Spitze, mal moderne Lasercuts. Zudem Metallic-Beschichtungen und großformatige Digitaldrucke. Die Ideenfülle ist reichhaltig und deshalb könnte Rock plus Top das neue Kleid sein. Vorausgesetzt, der Rock bringt Wirkung mit. Durch eine besondere Farbe, einen Material-Effekt oder seine Form.