Work, Weekend, Workout. Die grobe Gliederung für das Frühjahr 2015. Innerhalb dieser Themenwelten lassen sich aber pointierte, starke Statements setzten. Ob funktionale Aspekte bei der Formalwear, Sweat-Stories für das Wochenende oder aktive Power Looks mit dem Besten aus dem Fitness Studio und vom Sportplatz. Es gibt jede Menge Spielmöglichkeiten.

Work. Blaues Wunder. Dass klassisch nicht immer alt aussehen muss, beweist der Alleskönner. Ob seriös und businesstauglich oder entspannt und alltagstauglich, Blau dominiert die Farbwelt der Menswear. Tintige und leuchtende Nuancen haben sich etabliert. Denim-Einflüsse setzen coole Casual-Akzente. Oberflächlich. Unkonstruierte, gewaschene Styles sorgen für Entspannung. Doch zu easy darf es nicht sein. Sonst wird es schnell unverkäuflich. Den nötigen Feinschliff bekommen die soften Teile deshalb über wertige Oberflächen. Technische Qualitäten sorgen in Verbindung mit Naturstoffen für einen modernen Mix zwischen Konfektion und Outerwear. Muster. Microdessinierungen sind nicht nur smart, sondern auch kommerziell. Minimal Prints und Jacquards sind zudem wichtige Alternativen, um der Vergleichbarkeit durch allzu unilastige Sortimente zu entfliehen. Festive Styles rund um Abi-Ball und Disko-Nacht verjüngen die Formalwear und kurbeln die Umsätze in der jungen Zielgruppe an. Schwarz und Weiß stehen im Mittelpunkt. Slim fit hat sich hier längst etabliert. T-Shirts und coole Accessoires brechen den allzu formellen Look.

Weekend. Denim dehnt sich aus. Coolness kann so bequem sein. Um trotz immer schmalerer Passformen ausreichend Tragekomfort zu bieten, gewinnt Stretch immer mehr an Bedeutung. Wichtig: Der Look muss aber authentisch und maskulin wirken. Strumpfhosen-Styles mögen nur wenige Männer. Casual wird cool. Streetwear-Einflüsse prägen die Casual-Kollektionen. Vor allem Statement-Prints, ob auf T-Shirts, Sweats oder Jackets, sorgen für einen jungen, sportiven Look und erinnern an die Skatewear der 90er Jahre. Die Outdoor-Masche zieht. Jacken-Styles aus Strick und Wirk sind die leichte Alternative für den Übergang. Geknöpft oder gezippt, als Sakko, Peacoat oder Biker. Sportswear trifft auf Konfektion. Ob klassisch zur schlanken Chino oder maskulin zur Denim. Leder läuft. Gewaschen, gefärbt oder gefittet. Lederjacken sind umsatzstarke Styling-Partner, nicht nur zu Sneaker und Denim. Biker, Blouson und Hemdjacke stehen für kernige, maskuline Looks.

Workout. Sportive Sweat-Styles stehen hoch im Kurs. Zusammen mit Sneaker und Sweat-Pant zeigen sie eindrücklich, wie stark der Einfluss von Activewear auf die Styles in den Fußgängerzonen bereits ist. Power-Farben, Fabric-Fusionen und Hightech-Accessoires wie Aquastop-Zipper, verschweißte Nähte und Laminate sind hier vor allem als optische Details mit von der Partie. Leichtdaune und Stepper sind die absoluten Top-Pieces der Outerwear. Modische Impulse erhalten die Umsatzgaranten über den Mix unterschiedlicher Materialien wie Nylon und Baumwolle. Jersey wird auch hier zur Trendqualität, sowohl als Oberstoff als auch als Detail. Sweat-Pants bringen dabei den Sport ans Bein. Vom Gym geht’s direkt in den Club. Hoher Tragekomfort in Kombination mit modischen Denim-Effekten sind dabei starke Argumente fürs Verkaufsgespräch. Bodymapping ist die hohe Schule. Was aus der Sportbekleidung kommt – unterschiedliche Funktionsmaterialien werden passgenau und ergonomisch eingesetzt – erfüllt in Fashion-Looks vor allem optische Zwecke. Echte Funktion ist zweitrangig. Das Credo der Designer: Function follows Fashion.