Es gibt einen Lichtblick im oft drögen Einerlei. Der ist nötig, denn die Jackenabteilungen im breiten Markt der Männermode sind nicht gerade dafür bekannt, die Kunden zu einem Impulskauf zu verführen. Das spürt man auch in diesem Herbst. Die Sportswear stottert zum Saisonauftakt. Das Wetter spielt anfangs nicht ganz mit. Nur langsam kam das Geschäft im September in Schwung. Und auch im Oktober tut sich Schweres schwer. Hier springt die Daune in die Bresche und punktet mit entscheidenden Verkaufsargumenten: Leichtigkeit, Funktionalität, Modernität. Frische, kräftige Farben gibt's noch obendrauf. Da lassen sich viele Männer begeistern, die vielleicht noch nicht unbedingt eine neue Jacke brauchen. Darauf kommt es jetzt an und deshalb funktioniert die Daune. Die leichten Jacken sind wahre Lustmacher.

„Die Daunenjacken von Bugatti für einen VK von 199 Euro verkaufen sich schon jetzt wunderbar", sagt Alexander Keller von Weinmann in Trossingen. Auch Uwe Hollstein vom Modehaus Rummel in Ansbach weiß, die Vorteile der Daunen zu schätzen. „Die Männer mögen es leicht und greifen auch zu kräftigen Farben wie einem schönen Tintenblau." Hollstein hat viel Erfolg mit den Daunenjacken von Calamar für 149 Euro im VK. Besonders für unter 100 Euro sind die modischeren Varianten echte Stückzahlenbringer. Hier hat S.Oliver nach Meinung vieler Händler die richtigen Jacken geliefert. „Für 99 Euro ist das ein super Preis-Leistungs-Verhältnis", sagt Bruno Röttele vom Modehaus Röttele in Schwäbisch Gmünd, der die daunengefütterten Jacken nicht nur in Schwarz, sondern auch in Blau, Grün und Curry gut verkauft.

So auch bei Müller-Ditschler in Büdingen. „Neben der günstigen Varianten von S.Oliver greifen bei uns die Männer auch zu den leichten Daunenjacken von Cinque für VK-Preise zwischen 250 und 300 Euro und zu denen von Marc O'Polo für 220 Euro im VK", sagt Jörg Wacker. Modisch Mutigere lassen sich in progressiveren Segmenten auch gerne zum Kauf von Westentypen und Wendewesten hinreißen. Die Händler pushen die Jacken gerne über ihre Prospekte, denn kaum eine Jackenart lässt sich flippiger inszenieren. Mal überm und mal unterm Sakko, über Grobstrick oder Anzug. Der Styling-Aspekt kommt an und spiegelt sich auch in den Verkäufen wider.