Mailand hat wieder mehr Strahlkraft, mehr Prickeln. Das war während der vergangenen Schauenrunde deutlich zu spüren. Nach Saisons der Lethargie und Dominanz weniger großer Namen herrschte angesichts frischer Talente ein positiver Vibe. Neben Puglisi, Andrea Pompilio, MSGM und Marco de Vincenzo ist Stella Jean eine der vielversprechendsten.

Was für sie spricht? Ihre Vorbilder: Dries van Noten, Marras, Marni. Ihr Mustermix: Konkurrenz für Marni. Ihre Kunst: Sartoria Italiana. Über den Schnitt wird eben dieser Mustermix auch für eine größere Zielgruppe tragbar. Ihre Kunden: Internationale Online-Stores wie Matchesfashion.com und Mytheresa.com sowie Saks, The Corner, Farfetch. Ihr Mentor: Giorgio Armani. Er hat ihr im September 2013 die erste Schau im Teatro Armani ermöglicht. Seitdem gilt Stella Jean als Aufsteigerin.

Die Designerin mit haitianischen Wurzeln wurde in Rom geboren und startete ihre Karriere als Model. Inspiriert von ihrem Multikulti-Background mixt sie exotische Stoffe aus Kenia und Burkina Faso mit haitianischen Blumen-, Tier- und Landschaftsmotiven bunt miteinander und stellt sie in der Kollektion zum Frühjahr/Sommer 2015 hemmungslos zu oversized Baseballshirts. Als frischer Kontrast.

Ein umfangreiches Interview mit Aufsteigerin Stella Jean lesen Sie in der TW 47 vom 20. November 2014. Die digitale Ausgabe steht bereits am 19. November 2014 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.