Es wird schicker, smarter, cleaner. Jede Saison ein Stückchen mehr. Es bleibt einzelteilig, wird aber konfektionierter. Materialien kommt eine neue Bedeutung zu. Glänzend statt gewaschen. Struktur statt Techno. Wir haben die Kreativen der Premium-Anbieter nach ihren Top-Trends für den Herbst gefragt.


Daniel Wingate, Escada
Daniel Wingate, Escada
„Für die kommende Saison ist ‚The Traveler’ unsere Inspiration. Eine Frau, die viel unterwegs ist und deshalb auch eine vielseitige Garderobe für verschiedene Anlässe braucht. Luxus, der leise ist und sich vor allem über gute Qualität und eine perfekte Passform definiert. Escada steht nach wie vor für ‚Sophisticated Luxury’, ist aber lässiger geworden. Heute ist der Lifestyle viel lässiger, vor allem die Art, wie die Teile kombiniert werden. Ein Look ist heute weniger streng, ist viel entspannter. Wir glauben für kommenden Herbst sehr stark an Farben, die zart, aber gleichzeitig kräftig sind. Und ein sexy Jerseykleid – das muss jede Frau nächsten Herbst im Kleiderschrank haben.“


Carsten Fielitz, Rena Lange
Carsten Fielitz, Rena Lange
„Die Kollektion ist geprägt von nonchalantem, urbanem Luxus, dem unverwechselbar lässigen Stil New Yorker Mode-Ikonen, Spicy Colours und den Rena Lange Signature-Farben Schwarz und Weiß im femininen Mix zu soften Neutrals. Die Silhouetten sind entspannt und unkonstruiert, in Kombination mit einem starken Fokus aus handwerklichen Couture-Details. Wertvolle Stickereien, neue, hochwertige Tweeds, Patchworks aus verschiedenen Materialien, zarte Spitze. Das ist nonchalant und ultraluxuriös. Die Must-haves für kommenden Herbst sind ein aufwändig gearbeitetes Patchwork-Kleid in schimmernden Farben sowie ein detailverliebtes, glamouröses Tweedjacket: für den perfekten Auftritt im Herbst 2012: dress up, dress down.“ 


Bernhard Allner, Joop!
Bernhard Allner, Joop!
„Für Joop! lassen wir uns diese Saison von der Faszination Licht inspirieren. Für die erste Kollektion lassen wir im Spiel von kleinen schwarz-weißen Musterungen und verschiedenem Materialmix auch HAKA-Referenzen einfließen. Beim Blazer stellen wir die neue, kragenlose Form in den Fokus, die neben dem klassischen Revers eine Alternative bietet. Scharfes Tailoring übersetzen wir auf Super 100 und verarbeiten das Innenleben im Stil von Herrenschneider-Handwerk. Daneben steht ein großes Angebot an Kleidern, die mit Drapierungen und weichen Drucken den soften Aspekt der Kollektion unterstreichen. Auch wenn es Spaß macht, sich angezogener zu kleiden, bleibt das Lässige in der Kombination, den Stoffen und Formen sehr wichtig.“


Frank Wojczewski
Frank Wojczewski
„Für die Pre-Collection war es uns wichtig, ein lässiges Bild mit cleanen Elementen zu verbinden. Dafür typisch sind edle Grau- und Tabaco-Abstufungen zu Bottlegreen und Lemongelb, strukturierte Blazer und Gehröcke, Seidenblusen und -tops, Hosen in Seiden-Crêpe-de-Chine mit Mini-Dessins bedruckt. Wichtig sind leichter Fustagno und luxuriöse, fließende Qualitäten wie Wolle- oder Seidencady. Für Windsor bleibt Lässigkeit ein wichtiger Grundsatz. Sportive Elemente treten jedoch in den Hintergrund und werden durch ein cleanes, softes Bild ersetzt.“

 
Bettina Melzig-Reindel, René Lezard
Bettina Melzig-Reindel, René Lezard
„Cleane Feminität im Stil der 60er Jahre, grafische Dessinierungen und Schnittlösungen sowie starke farbliche Akzente sind wichtig für die neue Kollektion. Das Sportive wird angezogener, und das Angezogene wird lässig interpretiert. Wichtig ist, die neue Angezogenheit alltagstauglich und damit lässig zu interpretieren. Wichtig für uns sind monochrome Looks, neue Kostüme und Blusen. Das sind auch unsere Must-haves, die jede Frau nächsten Herbst im Kleiderschrank haben sollte: ein fließendes Crêpe-Kleid in Farbe, eine Seidenbluse oder Blusentop zu einer schicken Hose und ein knieumspielender Rock mit ausgestellter Saumweite durch Falten oder Kräuselungen.“


Anke Boveleth, Ambiente
Anke Boveleth, Ambiente
„Das tägliche Leben mit Familie, Beruf, Reisen und Freunden hat Konsequenzen auf die Mode. Sie muss Frauen in allen Lebenslagen unterstützen, nicht einengen. Wir glauben, dass sportive Elemente nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken sind. Für Ambiente interpretieren wir die neue Sportivität über die Qualitäten, alle Stoffe sind elastisch. Andererseits kombinieren wir Sportives immer mit einem femininen Part. Die Innovation liegt in den Materialien und der Verarbeitung. Für mich ein Muss zum nächsten Herbst ist ein Kleid aus Stretch, atmungsaktiv, hochelastisch, mit gelaserten Kanten. Das macht eine sensationelle Figur und ist dabei noch bequem wie eine Strickjacke.“


Tanja Hellmuth, St. Emile
Tanja Hellmuth, St. Emile
„Das starke Bedürfnis nach Farbe, das für Sommer 2012 entfacht wurde, hält immer noch an. Selbst Konfektion macht kein Halt vor Farbe, egal ob im Detail oder kräftig im Allover-Look. Bright Colourblocking, grafische Drucke und Art Nouveau-Prints stehen im Fokus der ersten Liefertermine. Die Silhouette bleibt pur und sophisticated. Klare Linien verbinden sich mit feinen, femininen Qualitäten. Die Lässigkeit bleibt ebenfalls, wird aber luxuriös interpretiert. Ein sportiver Trenchcoat wird mit Kaninfell-Details kombiniert. Chinos mit scharf geschnittenen Blazern und High Heels getragen. Neben der gewohnten Einzelteiligkeit erlebt auch der Komplett-Look in Form von modernen Anzug-Styles ein Comeback.“


Walter Moser, Airfield
Walter Moser, Airfield
„Bei den Silhouetten sind die 60er Jahre Inspirationsquellen für alle Produkte. Federführend sind Trapez-Formen, schmale Röhren, Oversized-Modelle in lässigem Materialmix, kleine, figurbetonte Blazer, individuell abnehmbare Kragen und Kapuzen. Bei den Schnittformen ist der kurze Jersey-Einknopfblazer wichtig. Aber auch modische Gehröcke in Blumenstepp oder Wollkaros sind ein Must-have. Neue, dünne quer gesteppte Daune aus Silber- und Goldjacquard sowie dezent geometrische Steppungen prägen die neue, legere Optik bei Airfield. Ein besonderes Highlight ist der Nylon-Parka mit Fellkapuze und Jersey abgefüttert und mit lässigen Taschenelementen.“