Die Jeans steht bei den Hosen weiter ungebrochen an der Spitze. Waren es vor einigen Wochen noch die schlichteren, blauen Modelle, die kräftig den Umsatz angekurbelt haben, hört man derzeit Lobreden auf die Used-Varianten. Je nach Modegrad geht es eher um schlichte Modelle mit unterlegten Löchern und leichter Waschung oder getreu dem Motto „ganz oder gar nicht“: „Jeans von DSquared in Used-Optik, mittelblau, gewaschen und richtig schön abgeratzt“ – was Michèle Michalczyk, Shopleiterin und Einkäuferin bei 1864 Ortner, Dortmund als derzeitigen Topseller nennt, findet breite Zustimmung. „Besonders gut verkaufen wir schmale Modelle von Cambio im Destroyed-Look für 129 Euro“, so Ilse Wittek, Inhaberin von Vollmar Moden, Elmshorn.

Wo die Jeans im getragenen, ausgewaschenen Look noch kein Topseller ist, werden gute Abverkaufszahlen erwartet: „Derzeit werden Used-Jeans noch verhalten gekauft. Wenn, dann in Kombination zur schicken Seidenbluse. Wir haben für Herbst/Winter erneut Denim-Modelle im Destroyed-Look geordert und schätzen, dass der Umsatz dann noch einmal steigen wird“, so Ingrid Haas von Pieper in Saarlouis.

Auch die dezentere Variante läuft gut: „Unsere Kundinnen mögen leicht gewaschene Jeans, die Löcher müssen unterlegt sein. Beliebt ist die Version in Petrolfarben“, so Lydia Henning, Inhaberin der Boutique Odysee in Datteln. Auch bei Stackmann in Buxtehude bestätigt man den Topseller: „Bei uns wird zur abgeschwächten Variante gegriffen – wenn ausgewaschen, dann an Knien und Oberschenkeln, gerne auch etwas femininer, zum Beispiel mit Strass an den Taschen.“

Text: Anna Lenz