Farbe en masse. In den Trendfashion-Abteilungen konnte man sich vor bunten Kleiderbergen gar nicht retten. Preislagen ab 49 Euro für farbige Chinos sorgten dafür, dass sich die Teile schnell drehten. Daneben lagen plakative Print-Shirts, Denim (in Farbe), leichter Sommerstick (in Farbe), Blusen (in Farbe), Schals (in Farbe) und Shorts (in? Richtig! Farbe) weit vorne. Nach einer so kunterbunten Saison verwundert es nicht, dass bei der Entwicklung der Kollektionen zum kommenden Frühjahr vor allem eine Frage im Raum stand: Wie geht es weiter mit Farbe? Beantwortet wird diese von den Kreativteams ziemlich einstimmig: Es bleibt farbenfroh. Dazu kommen im nächsten Sommer verstärkt Metallics und Prints wie Palmen, Batik und Camouflage.

Diese Themen stehen fest. Einzig über Denim wird viel diskutiert. Die einen sehen den großen Denim-Hype vor der Tür. So nicht nur – wenig überraschend – die Chefs großer Denim-Brands, sondern auch das Design-Team von Urban Outfitters: „Es gibt so viele neue Aspekte. Von Batiktechniken bis zu Applikationen, es gibt endlose Möglichkeiten, mit Denim zu arbeiten. Denim ist deshalb das Must-have“, so Clark. Andere sind eher vorsichtig. „Ich wüsste nicht, warum die Mädels plötzlich nur noch Jeans und keine Röcke oder Kleider mehr kaufen sollten“, so Diesel Deutschland-Chef Thorsten Link. „Einen Denim-Boom sehe ich aktuell nicht.“

Innovation kommt bei Denim einmal mehr über die Waschungen, Finishes und Farben. Veränderungen in der Silhouette sieht keiner am Horizont: Für die Mädels bleibt es skinny, für die Jungs tapered. Die große Hoffnung heißt auch hier: Drucke und Farbe. Da ist man sich dann doch einig.