Wer erinnert sich nicht an die legendäre Szene aus Breakfast at Tiffany's: In Jeans und grauem Sweater lehnt Audrey Hepburn am Fensterrahmen mit ihrer Gitarre und singt Moon River. Die Haare lässig eingewickelt in eine schlichtes, weißes Tuch. Auch andere Stars fanden gefallen am Kopftuch wie zum Beispiel Romy Schneider in „What's new pussycat?". Generell scheint das quadratische Tuch in Hollywood Karriere gemacht zu haben. In unzähligen Western- und Piratenfilmen sieht man das Bandana – bei den Cowboys zumeist jedoch um den Hals und nicht um den Kopf gebunden. In den 90er Jahren wird das kleine Kopftuch ein beliebtes Kopf-Accessoire in der Hip Hop-Szene. Für Rap-Legende Tupac Shakur wird das geknotete Bandana ein Markenzeichen.

Und auch jetzt erlebt das Bandana wieder ein Revival. Auf den Straßen von New York, London, Paris und Rotterdam ist das lässig, geknotete Band mit Mini-Schleife schon längst zum coolen Accessoire avanciert. Hier wird das Kopftuch zum Beispiel mit College-Jacke, Bluse und Plisseerock kombiniert, was starke Erinnerungen an den Fifties-Look hervorruft. Bereits im vergangenen Winter konnte man beispielsweise in Berlin, Hamburg und Frankfurt beobachten, dass die jungen Mädels statt zu Ohrwärmern, zu dicken Haarbändern griffen. Die besonders Informierten und Modemutigen trauten sich sogar an den Turban.

Doch wie geht es in den nächsten Saisons weiter mit Haarband und Kopftuch? Ein Blick auf die Catwalk-Schauen kann Aufschluss darüber geben, welche Trends die Designer im Haar-Accessoires-Bereich proklamieren. Designerin Tory Burch setzt auf den Klassiker: schlichter Reifen mit Minischleife. Etwas dramatischer wird es bei Oscar de la Renta, Jean-Charles de Castelbajac und Dolce&Gabbana. De la Renta setzt auf breite, glänzende Satinhaarbänder. Statt Knoten zieren überdimensionale Schmücksteine das Haarband. Bei Castelbajac legen sich schwarze Federn rund ums Haupt. Funkelnde Straßsteine, Mini-Rosen und Perlen zeigen sich bei Dolce&Gabbana auf breiten Haarbändern. Minimalistischer zeigt sich der Haarschmuck bei Bill Blass, John Rocha, DooRi und Carolina Herrera – sie setzen auf elegante Haarbänder ohne Verzierung in Schwarz. Das würde auch Audrey gefallen.