Von allem soll's ein bisschen mehr sein. Mehr Flexibiliät, mehr Individualität, mehr Vernetzung. Das sind die Top-Themen, die Aussteller und Besucher der diesjährigen EuroShop in Düsseldorf umtreiben. 2200 Aussteller präsentieren noch bis Donnerstag auf der weltweit größten Messe für Ladeneinrichtung ihre Produkte und Lösungen. Ein erster Blick auf neue Produkte, virtuelle und ganz reale.



Hans Boodt Mannequins. Das Make-up der Schaufensterfigur passt nicht zur neuen Farbe der Saison? Kein Problem mit der Serie Changing Faces, die der holländische Figurenhersteller Hans Boodt vorstellt. Mit nur einem Handgriff erhält die Schaufensterfigur ein komplett neues Gesicht, befestigt wird es mithilfe eines Magneten an der Figur. Das Standard-Gesicht ist hellgrau, kann aber auf Anfrage auch in allen anderen Farben umgesetzt werden. Es gibt Gesichter aus Denim-Stoffen, Spitze, mit Metall-Oberflächen, semitransparent und transparent, abstrakt und naturalistisch. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Die Figur wird mit zwei Gesichtern geliefert und kostet rund 720 Euro, weitere Gesichter je nach Ausführung 80 bis 120 Euro.

Umdasch. Die Verzahnung von On- und Offline ist das große Thema der EuroShop. Umdasch zeigt, wie seine Vision der perfekten Multichannel-Verknüpfung aussieht. Gemeinsam mit der österreichischen Streetwear-Modekette Rag hat der Ladenbauer ein digitales Angebot im Store getestet. Auf der 4 mal 2 Meter großen multimedialen Shopping Wall mit Touchscreen-Technologie konnten Kunden Ware aus dem 4400 Produkte zählenden Sortiment mit Filteroptionen nach Marke, Produktkategorie, Preis oder Geschlecht suchen, erhielten Vorschläge, konnten Produkt-Videos anschauen und Outfits über die sozialen Netzwerke mit ihren Freunden besprechen. Die digitale Plattform im Store – ein interaktiver Katalog, Shoppingberater, Einkaufswagen und soziales Netzwerk in einem. Den Warenkorb konnten die Kunden dann über einen QR-Code auf ihr Smartphone ziehen und dort weiter shoppen. Laut Umdasch ist nicht nur der Praxistest in Wien gelungen: Schon nach den ersten beiden Messetagen soll es etliche „ernsthafte Interessenten“ für diese neue Wall geben, wie eine Sprecherin sagt.

Window Mannequins. Curvy is sexy. Dass dicker auch schicker geht, zeigt die neue Serie Voluptuous von Window. Die Figuren-Serie des französischen Anbieters zeichnet sich durch 27 dynamische, dem Zeitgeist entsprechende Posen aus. Window will damit den Bedarf an kräftigen, aber dennoch modischen Display Mannequins decken. Die Gesichter sind jung und frisch, die verschiedenen Posen eigenen sich zur Präsentation von Jeans und Konfektion genauso wie für Wäsche. Entwickelt wurde die Kollektion nach dem Vorbild des britischen Plus Size-Model Laura Catterall, das Konfektionsgröße 42 trägt.

Snowlike. Leise rieselt der Schnee. Was wäre eine stimmungsvolle Weihnachtsdekoration ohne Schnee. Snowlike aus Karlstadt hat eine Schneemaschine entwickelt, die ohne Wasser und Kälte auskommt und das Schaufenster zur Weihnachtszeit in ein verschneites Winter-Wunderland verwandelt. Das System besteht aus einer Grundträgerplatte und einer Plattform mit Auffangbehälter. Ein offenes Kreislaufsystem mit einem zirkulierenden Granulat soll laut Hersteller einen täuschend echten Schneefalleffekt erzeugen. Die Dichte des Schneefalls kann individuell reguliert werden.

Liganova. Das Stuttgarter Unternehmen präsentiert sich in diesem Jahr erstmals auf der EuroShop und stellt auf der Messe unter anderem die neue Software Visual Display Campaign (VDC) vor. Die Idee dahinter: eine schnelle und effiziente Planung und Umsetzung von POS-Werbekampagnen für Filialisten. Mit dem Programm lässt sich jede Filiale weltweit mit ihren Werbeflächen virtuell darstellen. So kann zentral geplant und gesteuert werden, wie viele POS-Materialien hergestellt und wohin sie verschickt werden müssen. Konzeption, Kreation, Projektmanagement und Logistik laufen bei VDC über eine Oberfläche. So sollen Reibungsverluste vermieden und Kosten verringert werden. Bisher bietet Liganova das Programm allerdings nur für eigene Kunden an.

Visplay. Elektrifizierte Systeme hat Visplay schon seit einigen Saisons im Angebot. Auf der EuroShop zeigt der Systemanbieter, dass diese nicht nur für die Beleuchtung, sondern auch für die In-Store-Kommunikation genutzt werden können. Digital Signage, Tablets oder Lightboxes werden so zum Laufen gebracht. Dafür hat Visplay eigene Tablets entwickelt, die unter anderem direkt an Regalböden befestigt oder auch in Rückwände integriert werden können. Mittels eines Online-Portals können sie ganz einfach bespielt werden. Beim Einsatz mehrerer Tablets lassen sich individuelle Inhalte zentral steuern. So lassen sich etwa Videos in die sonst eher statische Rückwandpräsentation ganz einfach integrieren.