Moodboards, Skizzen, Prototypen. Die Kollektionen für Frühjahr 2013 nehmen Form und Farbe an. Neue Trends sorgen für ein frisches Modebild. Was steht im nächsten Frühjahr auf der Speisekarte? Auf welche Dinge kommt es an? Wie werden den Kunden die Neuigkeiten schmackhaft gemacht? Die Orderrunde steht bevor. Bald geht es auf die großen Messen. Und diese Themen werden wichtig.



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GUT IST, WAS GRÜN IST
. Matcha, Minze, Fango. Die Menswear holt sich neue Kraft aus der Natur. Und setzt so starke Farb-Akzente. Grün ist der absolute Shooting-Star. Unterschiedlichste Nuancen ziehen sich durch die Produktgruppen. Vom federleichten Leinensakko in Graugrün über trockenen Strick mit Neon-Akzenten bis zur schlanken Chino in Schlamm ist alles erlaubt. Kommerziell wird‘s zu Indigo-Styles, kenner kombinieren nur noch monochrom.



Bugatti
Bugatti

HOSEN, JENSEITS VON BLASSEN BASICS. Farbe, das ist es. Aber nicht mehr ausschließlich. Der Überraschungs-Effekt der farbigen Hose ist durch. Jetzt muss mehr passieren. Bei Chinos wie auch Five-Pockets. Außergewöhnliche Gimmicks und Features sollen die Männer bei Laune halten. Laschen, Paspeln, Bänder für Detailverliebte. Farbige Abseiten, bedruckte Taschenbeutel und knallige Knopflöcher für Freude auf den Zweiten Blick.



Marc O'Polo
Marc O'Polo

DAS HEMD SPRENGT DIE GRENZEN. Keine falsche Zurückhaltung. Wer Hemd sagt, muss auch Ausputz sagen. Diese Losung gilt schon Lange. Die modische Spitze geht noch einen Schritt weiter. und wagt sich an Colour- und Muster-Blockings. Feine zu breiten Streifen, kleine zu großen Karos. Auch Drucke sind wieder erlaubt. Im Frühjahr sind frische Material-Kombinationen sind neuen Applikations-Alternativen. Für einen sommerlichen Griff dabei unerlässlich: gewaschen müssen die Freizeit-Shirts sein.



Milestone
Milestone

DAS JACKET MUSS LEICHT SEIN. Keine Chance für dicke Decken. Outerwear- und Sakko-Styles werden fürs Frühjahr auf Diät gesetzt. Angetumbelte, papierige Qualitäten bahnen sich ihren Weg. Futterstoffe kommen nur noch als Schlupfhilfe beim Ärmel zum Einsatz. Es gilt: gut ist, was leicht ist. Ebenfalls auffällig: Sommerjacke und Sakko bewegen sich mehr und mehr aufeinander zu. Sakkos kommen mit Utility-Taschen, Fieldjackets mit rundem Abstich und soften Revers.



Marc O'Polo
Marc O'Polo

BLUMEN IM UNTERGRUND.
Untenrum wird’s lustig: Soviel Print auf Hosen war schon lang nicht mehr. Das gilt für alle Genres – von modisch bis Markt. Dort wird mitunter auch getrickst: vorne Muster, hinten uni, das soll schlank machen. Entweder sind es aquarellige Blumendessins. Bevorzugt in den modischen Frucht- und Sorbetfarben. Oder es sind grafische Muster: Ornamente, Spitzenmotive, Paisleys und geometrische Minimals. Die dann aber meist gar nicht als Print, sondern als Jacquard.



Set
Set

WEISS ALS RUHEPOL.
Es wird so buntig, da braucht der Markt auch eine Menge Weiß. Oder Schwarz. Es wird so gemustert, da braucht er auch Unis. Etwas Strenge, ein bisschen Geradlinigkeit, gar Purismus – in fließenden Stoffen ist das die charmante Folie für viel Aufregung.



Marc Aurel
Marc Aurel

EINE STRASSE VOLLER PASTELLE.
Wie die Hickelkästchen, die aus Kreide auf den Bürgersteig gezeichnet werden: Mint und Rosé, Weiß und Bleu – geometrich, verwischt, miteinander gemischt. Entweder wagemutig kombiniert. Oder sensibel drapiert: ein transpantes Farb-Teil über einem andersfarbigen. Für viele wohl noch hohe Farb-Schule.



Kapalua
Kapalua

METALLIC FÜR GLITZ&GLAM.
Pailletten sind passé. Ziemlich zumindest. Denn jetzt liegt die Stärke im Stoff: Matelassés, Cloqués, Lack, Brokat, Sprüh- und Lurex-Effekte bringen eine kräftige Portion Glanz ins Outfit. Total selbstverständlich.



Comma
Comma

EINFACH GUT ANGEZOGEN.
In der Jacke liegt der Schlüssel. Sie macht aus der simplen Röhre einen Anzug. Aus dem ärmellosen Kleid ein Outfit für viele Anlässe. Die Jacke zeigt Schulter, etwas mehr Länge und starkes Profil: mit Schal- und Smokingkragen, mit Chanel-Einfluss oder leichtem HAKA-Anklang durch Minimaldessins. Sie weist den Weg.



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DER NEUE MUT ZU MUSTERN
. Ganz oder gar nicht. Vom Scheitel bis zur Sohle. Von Jacke bis Hose. Von Blüte zu Streifen. Ringel zu Tupfen. Op-Art zu Pop-Art. Klein zu groß und zart zu hart. Es gilt Grenzen zu überschreiten. Was früher No-go war, ist heute voll gewollt. Es gibt einen roten Faden: eine übereinstimmende Farbwelt, in der man sicher kombinieren kann. Jedes Darüberhinaus ist für Fortgeschrittene.

Einen ausführlichen Bericht über die ersten Kollektionen und Trends zum Frühjahr 2013 für DOB und HAKA lesen Sie in der TW 23, die am 7. Juni 2012 erscheint.