Inside Indigo. Die Denim-Szene hat das Frühjahr bereits hinter sich gelassen, richtet die gesamte Aufmerksamkeit auf Herbst und Winter 2017. Das Fundament ist gelegt. Die Denim Days in Amsterdam haben den Anfang gemacht. Auf der Denim PV in Barcelona haben die Jeanser die Trends weiter konkretisiert. Stretch, von Super über Hyper bis zu Ultra, soweit das Auge reicht. Doch das ist längst nicht alles. Im Gegenteil.

Waschparty. Gebleicht und durchgewaschen. Auch im Winter sind dem kreativen Spiel mit Wascheffekten keine Grenzen gesetzt. Von Marble- bis zu Salz & Pfeffer-Effekten reicht das Portfolio, mit einem guten Schuss 80er- und 90er-Attitüde. Es darf ruhig richtig laut werden. Applikationen und Aufnäher sorgen für zusätzliche Pop-Power.

Kraftstoff. Mit den besten Grüßen aus der Biker-Garage. Satte Stofflichkeiten bieten reichlich Stand. Sie sind die perfekte Bühne für ein neues Spiel mit Beschichtungen. Coatings werden teils nur punktuell aufgetragen, teils geprägt, sodass sie einen fast ledrigen Charakter bekommen. Neue Green-Casts beleben das Bild ebenso wie Schwarz, das stärker Richtung Grau tendiert. Key-Styles müssen groß sein: extraweite, gerade Hosen, Shirts, die wuchtig wie Jacken sind. Die Kunst ist es, auch hier Komfort einfließen zu lassen.

Tailormade. Schneider trifft Stone-Wash. Traditionelle Menswear-Einflüsse sind Inspirationsgeber für neue Jeans-Bilder. Fischgrat, Naps, Woll-Inspirationen stehen für die dreidimensionale, tiefe Seite des Trends. Abseiten werden gebürstet und aufgeraut. Cleane, ungewaschene Oberflächen bilden den Gegenpol und damit die Basis für geometrische, abgeräumte Styles, die über neue Silhouettenspiele punkten, bis hin zu asymmetrischen Konstruktionen bei Shirts, Jackets und Kleidern. Denim muss nicht immer Five Pocket heißen

Ökopower. Wenn alles geht, dann hier. Das zumindest ist die Botschaft der Denim-Weber und -Wäscher. Der Anteil an Öko-Styles nimmt massiv zu. Sie eignen sich dazu, sämtliche Fashion-Trends abzubilden. Von Organic Cotton-Qualitäten über Warentypen aus recycelten Rohstoffen bis hin zu neuen Färbe- und Finishing-Verfahren reicht das Angebot. Auch Lederpatches werden verstärkt in Augenschein genommen – wenn sie denn überhaupt noch aus Leder sind.