Als Esprit in diesem Sommer seinen Flagship-Store in Düsseldorf eröffnete, war nicht nur das Storedesign neu. Anlässlich der Eröffnung starteten die Ratinger auch auf einem neuen Social Media-Kanal. Neben Facebook und Pinterest ist Esprit seitdem auch auf Statigram vertreten, einer Plattform, auf der ausschließlich Instagram-Bilder gepostet werden. „Instagram ist ein visuelles, virales und somit reichweitenstarkes Medium, dessen Inhalte sich sehr schnell und einfach erstellen und auch teilen lassen“, sagt Julia Perényi, Digital Marketing Manager bei Esprit und zuständig für Statigram.

Esprit
Esprit


Schnell, einfach und blitzschnell geteilt – damit hat die Foto-App Instagram in den vergangenen zwei Jahren Millionen Smartphone-Nutzer überzeugt. Nach neuesten Schätzungen sind es mittlerweile hundert Millionen Menschen weltweit, die mit Instagram Fotos erstellen und auf diversen Plattformen teilen. Im Herbst kaufte Facebook den Fotodienst für 736 Mill. Dollar (565 Mill. Euro).

Doch nicht nur zahlenmäßig beeindruckt Instagram. Seit seiner Einführung im Oktober 2010 hat die Foto-App zu einer Veränderung der Ästhetik in der Fotografie beigetragen. Nicht nur, dass die Bilder durch die 18 verschiedenen Filter schon mal so aussehen, als wären sie gerade aus einem Fotoalbum aus den 70ern gefallen, auch das Format erinnert an die guten alten Fotozeiten. In Erinnerung an die 1963 eingeführte Kassettenkamera Kodak Instamatic und die Sofortbildkamera Polaroid haben die mit Instagram gemachten Fotos eine quadratische Form.

Adidas Neo
Adidas Neo


Ansonsten haben die Nutzer der kostenlosen App aber eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihren Bildern einen ganz individuellen Look zu geben. 18 verschiedene Filter, mit Namen wie Nashville, Earlybird und Toaster, bieten dafür reichlich Auswahl. Die Fotos können direkt über andere Social Media-Kanäle wie Twitter, Facebook und Pinterest geteilt werden. Genau davon wollen auch Modeunternehmen profitieren. Verstärkt setzen sie auch auf Instagram, nicht nur optisch, sondern vor allem um in Verbindung zu den Smartphone-affinen Konsumenten zu treten. Noch sind mit Nike, Esprit und Adidas zwar nur wenige Anbieter vertreten, doch es werden immer mehr.

Kleiderbauer
Kleiderbauer


Seit knapp zwei Wochen ist der österreichische Modefilialist Kleiderbauer auf Statigram aktiv. „Wir erwarten uns von Instagram mehr Interaktion mit unseren jungen Kunden“, sagt Esned Nezic, Kommunikationsmanager bei Kleiderbauer. „Mittelfristig gesehen möchten wir, dass immer mehr Fashion-Fans auch 'Kleiderbauer' auf ihren Bildern taggen und wir so gemeinsam eine einzigartige Style-Welt im Web kreieren und uns gegenseitig inspirieren.“ Eine ähnliche Motivation gibt es bei Esprit. Julia Perényi: „Letztendlich geht es darum, unsere Konsumenten auch in der virtuellen Welt anzusprechen, wo sie sich aufhalten – mit zeitgemäßen, für sie relevanten und visuell ansprechenden Inhalten. Und momentan ist eben die Instagram-Ästhetik angesagt.“