Eindeutiger könnten die Zeichen für den Sommeranfang nicht sein. Die Kundinnen kaufen Kleider. Die Chino können sie zwar immer noch nicht vom Topseller-Thron stoßen, doch die warmen Temperaturen der Woche haben den Händlern noch einmal deutlich gemacht, wie begehrt das Produkt Kleid bei der Kundschaft ist. Und das nicht nur, weil momentan die Hochzeitssaison wieder auf Hochtouren läuft und noch das passende Abendkleid in der Garderobe fehlt.

Jessica Ehlerf von Angelo's in Hamburg: „Bei den Frauen sind momentan knielange Baumwoll-Elastan-Kleider mit kurzen Ärmeln gefragt. Von Pusteblume bis Koi-Karpfen-Druck ist alles dabei, aber auch unifarbene Kleider in kräftigen Farben von Ellen Eisemann verkaufen wir sehr gut. Dazu kombineren die Kundinnen am liebsten  dünne, leichte Strickjäckchen von Hugenberg." Auch im gehobenen Segment zählt das kurze Kleid zu den Topsellern der Woche: „Das Kleid muss leicht zu tragen sein und darf nicht kompliziert sein, das heißt keine Raffungen, Schnürungen und Gürtelchen", sagt Gabi Kümmel von Spiga Designermode in Albstadt. Bei den Drucken kommen vor allen Dingen Blumen- und Ethnoprints zum Einsatz, wie zum Beispiel von Piu & Piu für 129-198 Euro. Daneben laufen bei Spiga auch Leinenkleider von Paul Smith in Schwarz, Weiß und Marine gut. Wichtig: Lange Kleider werden von den Kundinnen überhaupt nicht angenommen. Sie müssen knieunmspielend oder kürzer sein.

Nicht anders sieht es bei Rebecca Woman's Fashion in Berlin aus: „Neben den Kleidern von Twin-Set laufen die von Alice & Olivia sensationell. Die haben wir ganz neu im Sortiment. Gefragt sind bei den Kunden vor allem die kräftigen Farben wie Gelb, Türkis und Blau", so Inhaberin Rebecca Zehden. Im Gegensatz zu Spiga in Albstadt finden die Kunden in Berlin aber auch Gefallen an bodenlangen, gerade geschnittenen Beach-Kleidern. Genauso wichtig sind die blumenbedruckten Minikleider in kräftigen Farben.