Der April. Er macht, was er will. Während sich die DOB- und HAKA-Spezialisten laut TW-Testclub vergangene Woche mit einem Umsatzminus von 3 bzw. 5 Prozent abfinden mussten, kamen die Modehäuser glimpflicher davon. Sie schaffen im Vergleich zum Vorjahr einen Pari. Das kalte Aprilwetter stellt alles auf den Kopf. Und so gehören nicht Shirts und Shorts zu den Topsellern, sondern Outdoorjacken. Kurze immerhin.

Im Fachhandel ist vor allem Marke gefragt. Sari Häuser von Bratfisch in Gießen: „Ob Moncler, Peuterey, Mabrun oder Woolrich. Die Frauen mögen kurze Formen in Naturtönen oder in knalligen Farben. Wir sind komplett ausverkauft.“ Auch bei Ebel Sport in Bochum laufen die Jacken von Peuterey nach wie vor bestens. Kurze Modelle in Preislagen zwischen 250 und 300 Euro sind hier beliebt. Eveline Flüchter von Alice Fashion in Hilden verkauft „den besonderen Look von Belstaff, von Naturtönen über Khaki bis zu Rot.“

Die kurzen Varianten sind ideale Übergangsjacken und damit ein Segen für den Handel zurzeit. Und so fragt sich manch ein Händler jetzt schon, welche neuen Ideen es für kommenden Winter gibt. Die internationalen Designer, allen voran Christopher Bailey für Burberry Prorsum, gehen noch einen Schritt weiter, bzw. Schnitt, und zeigen Trench- und Parka-Typen, die gerade mal knapp bis zur Hüfte reichen. Glanz, Steppungen und neue beschichtete Materialien erneuern Jacken ebenso wie Collegejacken- und Blouson-Elemente. Genug neue Impulse für verregnete Monate.