Während im April laut TW-Testclub die Umsätze bei Outdoor-Jacken abschmierten (minus 13%), konnte einzig die Lederjacke die Fahne hochhalten. Modisch ist der Trend durch alle Genres eindeutig: Spießig geht nicht. Kernige Biker-Styles, gerne auch mit leichten Used- und Vintage-Effekten, liegen in der Gunst der Männer deutlich weiter vorne. „Kürzere, rockige Lederjacken-Modelle mit schrägen Zippern von Tigha im Biker-Style laufen bei uns momentan supergut“, so Christian Werner von Pretty Lush in Düsseldorf.

Gipsy
Gipsy
Auch im gehobenen Genre verkauft sich die Lederjacke: „Clean, in Richtung Blouson mit kleinen Details wie Stehkragen, Reißverschlüssen. Das wollen die Kunden“, sagt Benjamin Merkoffer von Stierblut in München. Schwarze und graue Lederjacken von Giorgio Brato um die 1000 Euro zählen bei Stierblut zu den Favoriten. Ebenfalls zu beobachten: Viele Männer sehen die Lederjacke inzwischen nicht mehr als langfristiges Investment, sondern suchen nach modischen Kicks.

Topman
Topman
Leder ist das perfekte Material für den weiterhin beliebten Vintage-Look. Es wird besprüht, geschmirgelt, geknautscht. Aber auch weich darf es sein – als Aufsteiger gilt deshalb Velours. So wird der Evergreen, der Velours-Blouson, auch immer öfter an jungen, modischen Männern gesichtet. Schräg gestylt mit Hawaiihemd oder Coloured-Denim bekommt das „Opa-Jäckchen“ einen ganz neuen Dreh. Und Softie eine ganz neue Bedeutung.