Die Parka-Tage sind vorbei. Manhattan wird von ersten Sonnenstrahlen erwärmt. Und die In-Crowd packt aus. Dicke Daunenjacken weichen, leichte Denim-Blousons kommen. Wer dieser Tage durch Big Apple spaziert, ob im Hipster-Getümmel zwischen Soho und East Village oder in der Luxus-Kommerz-Welt im Dunstkreis der 5th Avenue, sieht, was den New Yorker Männern Spaß macht. Es ist nicht die hysterisch blinkende Neonwelle, die den weiblichen Fashionistas mit der Brechstange schmackhaft gemacht werden soll. Bei den Männern geht es zeitloser zu. Es geht um handfeste, ehrliche Casual-Workwear.



Eines der beliebtesten Style-Items ist dabei nicht zu übersehen: die gute alte Jeansjacke. Ausgeblichen, ohne viel Schnickschnack, kurz, knackig und hin und wieder auch ein wenig verbeult. So muss sie sein. Auf den Straßen ist sie omnipräsent. Ebenso in den Stores. Wer zu jung ist, um noch ein Original aus den 80ern im Schrank zu haben, oder zu faul, um auf dem Flohmarkt nach einem echten Vintage-Teil zu suchen, für den haben die Trend-Stores Manhattans vorgesorgt. Bei What Comes Around Goes Around wird das abgewetzte Levis-Jäckchen für rund 200 Dollar angepriesen. Die Macher von Oak in der Bond Street ködern hingegen den Hipster-Nachwuchs mit deutlich günstigeren Denim-Jackets von Cheap Monday, die sie zwischen satte Hemden von Gitman sowie Band of Outsiders hängen.



Mehr Mut als die Jeansjacken-Träger, die sich sicher sein können, dass sie damit dieses Frühjahr nichts falsch machen, beweisen New Yorks smartere Kombinierer. Da wird geschichtet und gelayert was das Zeug hält. Die Materialien sind robust und rustikal. Derbe Chinos stecken in groben Socken, die wiederum in unverwüstlichen Bergsteiger-Boots untergebracht sind. Multipocket-Cordwesten werden über Camouflage-Cargos getragen. Das Henley-Shirt darunter hat eine satte Doppelrippe. Es ist blütenweiß und – das ist ganz wichtig – wird hochgeschlossen getragen. Zugeknöpft bis hoch zum letzten Holzknopf.