Fast jeder zweite der im TW-Testclub befragten Händler geht davon aus, die Saison bei Jacken und Mänteln mit einem Minus abzuschließen. Der Großteil der Ware wurde reduziert verkauft. Zu viele Basics, zu wenig Farbe. Um dem kommende Saison entgegen zu wirken, haben die Hersteller ihr bisheriges Angebot auf Schwachstellen überprüft und teilweise radikal überarbeitet. Die Konsequenz: mehr kurze Formen, mehr modische Inbetween-Teile für die Übergangszeit und mehr Details, die den besonderen Charakter eines Modells betonen. Und natürlich mehr Farbe.

Von dieser Entwicklung profitieren erneut die lange verkannten Stepper, die sich jetzt in knackigen, körpernahen Schnitten und frischen Nuancen als Blazer-Ersatz ins Gespräch bringen. Auch die variable Sommer-Daune ist nunmehr flächendeckend in den Kollektionen zu finden – natürlich so bunt wie nur irgend möglich. Kurze Trenchcoats werden stark gewichtet und müssen Farbe zeigen. Schwarz scheint weiterhin abgemeldet, stattdessen führen Nuancen wie Pink, Aqua, Maisgelb oder Pistazie die Liste der gefragten Farben an, während Neontöne zurückhaltend bewertet werden. In diese Themen kann hineingearbeitet werden:

CHIC IN DIE STADT. Mäntel, körpernah und elegant. Oder ausgestellt, in leichter Trapez-Form. Aus Nylon oder beschichteter Baumwolle. Ungefüttert, für ein leichtes Tragegefühl. Mit und ohne Kragen, pur und einfarbig. Der Saum reicht bis zum Knie – länger darf’s nicht sein.

COOL IN DEN CLUB. Kurz und knackig. Mit  leichtem Glanz oder mit Metallics beschichtet. Biker und Blouson bringen Sportswear-Einflüsse in die Outdoor. Lässig und mit einem Hauch von Glam. Hauptsache, es rockt.

Einen ausführlichen Marktbericht, die Themen und Trends zum Frühjahr 2013 im Outdoor-Bereich, Interviews mit Kreativen und Einzelhändlern sowie Kollektionsnachrichten finden Sie in der TW 30 vom 26. Juli 2012.