Was ist ein Cropped Top? Oder eine Schluse? Wie war doch gleich der Fachausdruck für den seitlichen Zierstreifen an Smokinghosen? Und was hat Vokuhila mit Bekleidung zu tun? Das Lexikon entschlüsselt die wichtigsten Schlagworte der Saison.

Boxy. Pull & Bear
Boxy. Pull & Bear
Boxy (engl. = kastenförmig): Diese Form ist vor allem bei Jacken, Cardigans und Kleidern sehr beliebt. Die Stücke sind kastig geschnitten und haben oft eine verkürzte Länge. Da sie nicht tailliert sind, sehr komfortabel zu tragen.

Chintz. Drykorn
Chintz. Drykorn
Chintz: Ein Gewebe aus Baumwolle in Leinenbindung mit glänzender Oberfläche. Der Begriff wird oft im Zusammenhang mit dem Metallic-Trend gebraucht.

Cropped Top. Asos
Cropped Top. Asos
Cropped Top (engl. = abgeschnitten): Meist kommt es weit daher und immer kurz. Damit es modern wird und nicht an die 90er erinnert, wird dazu ein High Waist-Unterteil kombiniert.

Cupro
Cupro
Cupro (auch: Cuprama, Cupresa): Eine Art Rayon, hergestellt durch das Auflösen von Cellulose (Baumwolle) mit Kupferammonium-Salzen und anschließendem Verspinnen der erhaltenen Lösung zu Fäden.

Drapés. Burberry Prorsum
Drapés. Burberry Prorsum
Drapés: Kunstvolle Drapierung oder Raffung an Tops, Kleidern oder Röcken. Die neuen Drapés erinnern an Origami-Faltkunst und machen das Sommerkleid zum Kunstwerk. Drapierungen werden oftmals mit Schleifen oder Broschen fixiert.

Fancy-Garne. Stella McCartney
Fancy-Garne. Stella McCartney
Fancy-Garne (engl. fancy = ausgefallen, extravagant): Modisch gefärbte Garne. Die auffallenden Effekte entstehen durch Mischen verschiedenartiger und -farbiger Fasern. So entsteht ein einzigartiger Warencharakter.

Foulard-Prints. Odeeh
Foulard-Prints. Odeeh
Foulard-Prints (frz. foulard = Halstuch): Luxus mit einer Portion Kitsch im 90er-Look. Damals brachte Gianni Versace die Tücherdrucke erfolgreich auf den Markt. Jetzt feiern die Prints ihr Comeback auf Blusen und Kleidern.

Galonstreifen. Mac
Galonstreifen. Mac
Galonstreifen: Bekannt aus der Männerkonfektion. Er ist der seitliche Zierstreifen an der Smokinghose. Nun hat er auch die Damenwelt erobert. Spätestens nach dem legendären „Le Smoking Tuxedo“ von Yves Saint Laurent aus den 60ern ist der Tuxedo-Style auch für Frauen tragbar. Modern interpretiert wird der Galonstreifen farbig abgegrenzt. Mittlerweile ist er u.a. auch an der Skinny-Jeans oder der Jersey-Pant zu finden.

Kelim
Kelim
Kelim: Ein flach gewebter orientalischer (Wand-)Teppich, dessen Muster durch die Verknüpfung der Kett- und Schussfäden entsteht. Die Schussfäden bilden das Muster und werden nicht durchgezogen. In der Mode tauchen diese Muster neuerdings auch auf Schuhen und Taschen auf.

Kimono-Ärmel. Etro
Kimono-Ärmel. Etro
Kimono-Ärmel: Diese Ärmelform orientiert sich am traditionellen japanischen Gewand. Vorder- und Rückteil sind mit dem Ärmel zu einem Schnittteil zusammengelegt. Die Naht verläuft dann auf der Schulter über den Arm sowie von der Seitennaht in die untere Ärmelnaht.

Macrographics. Céline
Macrographics. Céline
Macrographics: Punkte, Karos, Streifen, Blumen… Um bei Drucken neue Optiken zu bekommen, wird hier mit den Proportionen gespielt: Alles wird vergrößert.

Mesh-Optik. Tigerhill
Mesh-Optik. Tigerhill
Mesh-Optik (engl. mesh = Gitter, Netz): diese netzartigen Oberflächen sind besonders luftig und angenehm zu tragen. Sie kommen ursprünglich aus dem Active Sports-Bereich. Mittlerweile finden sich Mesh-Einsätze an Pullovern, Shirts oder sogar an Hosen.

Natté
Natté
Natté: Hierbei handelt es sich um ein luftiges, poröses Gewebe aus Baumwolle mit einer flechtwerkartigen Musterung. Oft semi-transparent.

Neopren. Balenciaga
Neopren. Balenciaga
Neopren: Da denkt vermutlich jeder sofort an Tauch- oder Surfanzüge. Doch der Stoff kann mehr. Außerhalb des Wassers steht er für Bekleidung ohne Nähte. Zudem geht die nützliche Eigenart der Wetterbeständigkeit nicht verloren.

Patchwork. H&M
Patchwork. H&M
Patchwork: Dabei denkt man eigentlich sofort an unschöne Bettüberwurfe, entstanden aus unsäglichen Stoffresten. Internationale Designer setzen diese Technik allerdings zum Sommer ganz modern um. Ob mit gemusterten Stoffen, Teilen einer Jeans, meist kunterbunt – an den Überwurf denkt man da sicher nicht mehr.

Piping. Schumacher
Piping. Schumacher
Piping: Simpel gesehen eine Ziernaht. Eine schmale Applikation eines anderen Stoffes, am Saum des Ärmels oder Kragens. Oft sind Pipings an Militäruniformen in traditionellen Farben wie Rot, Blau, Weiß oder Gold zu sehen.

PPT. Avant Toi
PPT. Avant Toi
PPT: Kurz für pronto-per-tinto, das bedeutet Stückfärbung. Hier werden die Stoffe als Ganzes nach dem Weben eingefärbt. Mit dieser Färbetechnik kann schnell auf die wechselnden Stofftrends eingegangen werden.

Pyjama-Pants. Odeeh
Pyjama-Pants. Odeeh
Pyjama-Pants: So gar nicht zum Gähnen! Die lockeren, langen, etwas weiteren Hosen sorgen mit einem typischen Tunnelzug für perfekten und vor allem bequemen Sitz. Für den Sommer kommen sie aus fließenden Stoffen und werden meist zu schmalen Oberteilen kombiniert. Verschiedene Drucke können hier perfekt gespielt werden.

Schluse. Oui
Schluse. Oui
Schluse: Der Begriff setzt sich aus Shirt und Bluse zusammen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine Mischform aus beidem. Die üblichen Bausteine einer Bluse wie Kragen, Brusttasche und Knöpfe fallen weg. Die Schluse hat einen Rundhalskragen und besteht eigentlich immer aus fließenden Materialien. Damit es nicht zu leger wird, wird die Shirtbluse mit Manschetten, edlen Stoffen und raffinierten Details aufgewertet.

Studs. Gucci
Studs. Gucci
Studs (engl. = Nieten): Es gibt sie in verschiedenen Farben und Formen: z.B. Sterne, Kreise oder Pyramiden in Silber, Gold oder Bronze. Früher eher an Jeansjacken zu finden, zieren sie heute auch Schuhe, Taschen, Kleider, Shirts und Pullover.

Vokuhila. Tigerhill
Vokuhila. Tigerhill
Vokuhila: Hier hat sich ein Haar-Trend zum Mode-Trend gewandelt: Vorne-kurz-hinten-lang. Umgesetzt bei Röcken, Kleidern, Shirts und Pullovern.