Sie sind modehungrig, stilbewusst und bestens informiert. Und sie sind auf der permanenten Suche nach neuen Styles und frischen Produkten. Die Anforderungen an den Menswear-Handel, diese Bedürfnisse zu befriedigen, steigen unaufhörlich. Mit immer neuen Looks und Labels, mit starken Präsentations-Ideen und einer gezielten Ansprache lässt sich Umsatz-Potenzial jetzt neu erschließen. Statement-Jacken zu Rockstar-Denims, Handmade-Boots zu Tablet-Taschen. Vom Anzug bis zu Accessoires lassen sich die Männer gerne verführen und vor allem überraschen. Die drei wichtigsten Stilrichtungen:

ATTRAKTIV. Businesswear kann sexy sein. Sie sollte es sogar. Denn nach Provinz-Sparkasse will kein Young Professional in der Montagskonferenz aussehen. Wo Nieten und blanke Zipper auf softe Sakko-Schultern und butterweiche Hemdkragen treffen, fühlt er sich sichtlich wohler. Schlanke Schnitte sind gesetzt, leichte Used-Effekte bei selbstbewussten Stylern auch im Job erlaubt. Echtleder-Aktenmappe und Tablet-Sleeve ersetzen bollerige Nylon-Laptoptaschen. Rahmengenähtes Oldschool-Schuhwerk rückt an die Stelle von Gummiboden-Schnürern.

ALTERNATIV. Wenn's mal härter kommt. Hier treffen satte Qualitäten auf robuste Konstruktionen. Bei Parka, Field- und Shirt-Jackets. Aus Loden, Cord, und Baumwoll-Twill. Gerne auch im Mix der Materialien. Kenner greifen zu Camouflage. Wer's wagt allover, dezenter kommt es als Futter zum Einsatz. Daneben macht Strick der Outerwear Konkurrenz. In Form von fetten Dufflecoats und voluminösen Hoodie-Styles. Bei den Hosen ist Denim die Nummer Eins. Sowohl gewachst als auch gewaschen.

AKTIV. Auf die Technik kommt es an. Cleane Active-Looks drängen ins urbane Styling. Nach ewigen Arien über Vintage- und Heritage-Themen steht jetzt als Ablöse ein starker Trend um Future Fashion bereit. Running-Sneaker haben den (kommerziellen) Anfang gemacht. Leichte Westen und wattierte Jacken knüpfen nahtlos daran an. Zipper werden grundsätzlich auf links eingenäht, am besten noch mit Ultrasonic-Seams versehen. Farb-Highlights, zwischen TV-Testbild und Lasershow, sorgen für den nötigen Blitz-Boost. Der Look ist abgeräumt und cool. Jedes Detail spielt mit Funktion. Und mit dem Thema Technik.

Eine ausführliche Analyse des Marktes, Looks und Labels finden Sie in der TextilWirtschaft 48 vom 29. November 2012. Die digitale Ausgabe steht bereits am 28. November 2012 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.