Denim plus T-Shirt. Das reicht nicht mehr. Es sind die Gegensätze, die den Look spannend machen. Es sind die Brücken zwischen den Welten, die gebaut werden müssen. Für zahlreiche Casualwear-Anbieter gilt deshalb: Das Potenzial liegt in der Klassik. Der Mehrwert kommt über den Premium-Touch. Die Zielgruppe wird nicht geändert, sie wird erweitert. Die Styles: nicht zu kompliziert. Die Preislagen: nicht zu teuer. Alles ist den Tick angezogener, den Tick wertiger.

Da wäre die dänische Bestseller-Gruppe mit ihrem neuen Label Only & Sons. Der Contemporary-Anspruch liegt in der Luft. Informierte Looks zwischen Jeans-Jacke, Grobstrick und softem Hoodie werden platziert. Mal rebellisch kombiniert. Mal kernig gemixt. Weg von schnöden Freizeitlooks. Weg von schmusigen Outfits. Hin zu ausgehtauglichen, maskulinen Stylings. Schon mit Jack & Jones haben die Dänen den Schritt in neues Terrain gemacht. Bewusst setzen sie über Formalwear neue Impulse. Sie lancieren die neue Linie Made from Cool, in deren Zentrum der Anzug steht, die Qualität, die Heritage.

Klassik versprüht ihren Charme. Das Schneiderhandwerk rückt in den Mittelpunkt. Hier hoffen die coolen Anbieter des mittleren Marktes neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Sie sind, was die Casualwear angeht, schon breit aufgestellt. Jetzt gilt es, über Klassik zu wirken. Neue Looks entstehen. Wertige Sakkos plus entspanntes T-Shirt, Hoodie zum Anzug. Mehr Spannung. Mehr Emotion über die Kombination der Menswear-Welten. Und schließlich wäre da auch Scotch & Soda. Die Holländer pushen die neue Atelier-Linie. Eine Tailoring-Kollektion mit über 100 Styles. Die Klassik greift Raum. Die coole Mitte positioniert sich neu, stellt sich breiter auf. Den Looks tut das gut.