Analogien zwischen Mode und Musik findet man zu Genüge. Ein Beispiel – aus aktuellem Anlass: Aus Rave wurde Anfang des Milleniums New Rave. In der Mode wird gerade aus Romance New Romance. Der Vergleich mag zwar an einigen Stellen hinken, aber die Grundidee stimmt überein: New steht für einen Mashup von verschiedenen Stilen und Elementen. New Rave: Eine Fusion aus Elektro, Rock, Indie, Techno, Breakbeat und House. New Romance: Ein Mix aus Grunge-, Rock-, Punk- und Gothic-Looks.

Ein Look, der sich zum Herbst 2014 neben Hip Hop und Grunge im Urbanwear-Markt aufbaut. Als Gegenpol zu den markanten, maskulinen 90er Jahre-Outfits rund um Baggy-Pants und Hoodie, Sneaker und Käppi auf der einen, Destroyed-Denim und Karohemd, Lederjacke und Springerstiefel auf der anderen Seite, die allesamt wichtig bleiben für die Urbanwear-Sortimente.

Er kommt, und er musste kommen, der Gegenpol. Auf den Flächen fehlte es in den vergangenen Saisons an femininen Teilen für Mädels, die im Sommer mit Fransentop, Jeans-Shorts und Römersandalen rumlaufen. Zum Herbst 2014 sollen sie nun transparente Maxiröcke, Biker und Band-Shirts tragen, Schlauchkleider mit Bikerjacken, Spitze und Wohlfühl-Strick, ausgewaschene Jeansjacken, Vokuhila-Kleider, viel Leder, hier und da Batik. Die dominierende Farbe ist Schwarz, Transparenz essenziell. Ein femininer, aber dennoch cooler Look. Romantisch ohne niedliche Blumendrucke und zarte Pastellfarben. Das ist das „New“ in New Romance.