Der April war lausig. Das gilt für Wetter und Umsätze gleichermaßen. Minus 15% verzeichneten die Young Fashion-Spezialisten im April. Die erste Woche im Mai bescherte nun vielen Händlern im Segment Urbanwear wieder bessere Geschäfte. Als kleiner Überraschungs-Topseller entpuppte sich dabei das Ringelshirt für Jungs. Überraschung? Natürlich verkaufen sich Shirts mit Ringeln jede Saison im breitem Markt aufs Neue, aber jetzt greifen auch hochmodische Jungs wieder zu dem Klassiker. Denn jetzt passt es besser als zuvor zum angesagten Look. „Bei uns kombinieren die Kunden dünne, gestreifte Marine-Shirts zu Espadrilles und Chino", sagt Oliver Mayoud von Stierblut in München.

Ein bisschen preppy, trotzdem tough. Den Cool-Faktor erhöhen hauchdünne Stoffe, tiefe Rundhals-Ausschnitte, die im besten Fall noch offen verarbeitet sind, und verwaschene Farben. So haben die Teile nichts mehr gemein mit dem eher langweiligen Marine-Meister. Apropos Farben, das Shirt muss nicht klassisch Blau/Weiß geringelt sein. Es kommen auch Farben wie Rost und Grün an. Einen Schritt weiter vorne sind Sommer-Pullis mit Blockstreifen, ganz luftig gestrickte, softe Überzieher, die in Kombination mit Leinenhosen und Slippern einen entspannten Riviera-Look ergeben.