Wo sich Daune und Parka derzeit noch schwertun, sorgen Sakkos aus Wollqualitäten als Jackenersatz für gute Bons auf den HAKA-Flächen. Besonders beliebt: rustikale und kernige, aber dennoch softe, nicht zu schwere Qualitäten. „Bei uns verkaufen sich Tweed-Jackets sehr gut“, schildert ein Händler aus Schleswig-Holstein. Wer das Gewebe aus grobem Wollgarn nun mit Oberstudienräten oder heimatverbundenen Schotten assoziiert – weit gefehlt! Denn der Handel macht die guten Umsätze über modern übersetzte Modelle mit schlanker Linie – für einen lässig-maskulinen Look mit sportivem Dreh.

Bei Breitling in Stuttgart liegen Sakkos von Tom Rusborg aus Tweed oder Kaschmir vorn. „Es darf ruhig ein bisschen derber aussehen“, so Jürgen Leonhard. „Die Tweed-Sakkos für 299 Euro laufen am besten in Erdtönen mit dem klassischen Oxford-Muster. Die Kaschmir-Modelle für 499 Euro verkaufen wir in einem schönen Camel. Ein Schal dazu und die Männer sind gut angezogen für die noch recht milden Temperaturen.“ Auch Ingo Rohr vom Modehaus Jelden in Bremerhaven berichtet von Sakkos in Tweed-Optik. „Besonders gut gelaufen ist ein Modell von Boss Orange in Blautönen. Dazu haben die Herren auch gerne die passende Weste gekauft. Zur Jeans ergibt das ein sehr legeres, sportives Gesamtbild.“