Schmuck macht anderen Accessoires im Moment ganz schön Konkurrenz. Ob Armbänder von Philippe Audibert und Chaingang, die mit Neonfarben spielen, oder Ethno-Armreifen aus gehämmertem Metall. Das Geschäft mit schönen Schmückern floriert. Bei vielen Händlern sind es vor allem die filigranen Teile von Anbietern wie Arena Copenhagen und TomShot, die gut weggehen, zum anderen auffälligere Schmücker. Diesen beiden Extremen wird auch für das kommende Frühjahr Erfolg zugesprochen, wobei Filigranes wieder mehr an Bedeutung gewinnen soll.

Tücher und Schals, die Warengruppe, der Schmuck allmählich den Rang abzulaufen scheint, werden vom Handel zwar noch immer als lukrativ erachtet, sind aber nicht mehr ganz so stark nachgefragt wie in den Saisons zuvor. Gut funktioniert hat, was ordentlich (Neon-)Farbe mitbrachte. Und Sterne. Wie von Becksöndergaard. Oder Animal-Prints. Wie von Lala Berlin. Die beliebten Druckmotive, neben Sternen auch große Punkte, Herzen und Peace-Zeichen, sind nicht totzukriegen. Sternenschals und Co. wird vorerst weiter Potenzial zugeschrieben, allerdings müssen sie Innovation mitbringen: beispielsweise durch die Kombination mit weiteren Icons, durch neue Farben, durch Farbverläufe, durch Patches, durch Borten. Die starken Accessoires-Themen für Frühjahr/Sommer 2013:

MILCHSHAKE DELUXE. Schön appetitlich: von Erdbeersahne bis Pistaziencreme und Zitronensorbet. Die neuen Pastelle, ob matt oder glänzend, ob auf Leder, Feder oder Metall, könnten femininer und feiner nicht sein. Eine neue, moderne Eleganz auf dem modischen Parkett.

TEQUILA SUNRISE. Grenadine, Blue Curaçao und Minzlikör ergeben den erfrischendsten Farbcocktail des Sommers. Mutiges Mixen erwünscht: auf Stroh, auf Leder, auf Seide. Hier und da wird es fast schon folkloristisch. Das Ergebnis: Lebensfreude pur.

Einen ausführlichen Marktbericht mit Stimmen aus Industrie und Handel, die Themen und Trends zum Frühjahr 2013 im Accessoires-Bereich, Interviews sowie Kollektionsnachrichten finden Sie in der TW 30 vom 26. Juli 2012.