Angefangen bei A wie Athleisure bis T wie Tapered Fit. In der Modebranche wird wie selbstverständlich mit Fachbegriffen hantiert. Auch Kunden eignen sich neue Schlagworte und kreative Trendnamen schnell an. Das TW-Lexikon schafft Klarheit im Begriffs-Potpourri. Für Beratungsgespräche auf Augenhöhe.

Peak Performance
Peak Performance
Athleisure:
(engl. athletic = athletisch; leisure = Freizeit). Bedeutet so viel wie sportiver Freizeitlook. Im gekonnten Stilbruch dennoch bürotauglich. Etwa in Kombination mit Bluse und Blazer. Jogg- und Yoga-Pants als Teil des Alltags-Outfit: Funktionalität und Komfort sind hier tonangebend.

Alpha Industries
Alpha Industries
Bomberjacke: Auch Fliegerjacke genannt. Ein Style, der von amerikanischen Piloten geprägt wurde. Traditionell aus Nylon, modern auch aus Baumwolle, Leder und Co. Der wattierte Blouson zeichnet sich durch seine Strickbündchen an Hals-, Jacken- und Ärmelsaum aus.

Closed
Closed
Boxy Styles:
(engl. boxy = kastenförmig). Neue Shapes für Shirts, Jacken und Blazer aller Art. Das Credo: wie eine Kiste. Key-Element des Oversize-Trends ist der Lagenlook. Ob ein cropped Shirt zum überlangen Tank Top oder der kastige Pulli zur High Waist-Jeans. Die überschnittenen Schultern werden im kommerziellen Bereich durch ein schlankes Hosenbein und hohe Schuhe entkräftet. Für modisch Informierte darf es auch in Kombination zur Culotte sein. Fließende Modelle und Sneaker sorgen hier für einen lässigen Look.

Alpha Studio
Alpha Studio
Caban-Jacke:
(frz. Caban = Regenmantel); Oberschenkellanger, zweireihiger Kurzmantel mit breitem Fasson und Schubtaschen in Bauch- oder Taillenhöhe. Mal gerade, mal tailliert. Der Begriff bezeichnete ursprünglich Mäntel von Hafenarbeitern. Im vergangenen Jahr bereits eine der beliebtesten Mäntel-Varianten, diese Saison wird sie neu interpretiert. Dazu passen Skinny-Jeans und Chelsea Boots.

Zara
Zara
Cape-Blazer:
Capes – der Trend des vergangenen Herbstes – und das Key-Element des Tailorings, der Blazer, tun sich zusammen. Revers und Knöpfe sorgen für veränderte Optiken. Ob Casual oder Business. Ob Beige, Grau oder Schwarz. Der Hybrid, gern in Überlänge, wirkt besonders zu Flares oder Slacks. Der Stoff variiert von Baumwolle und Kaschmir über Filz und Tweed.

Steffen Schraut
Steffen Schraut
Caramato-Sohle:
Nach knalligen Farben folgt nun der Fokus auf die Sohle: Der Begriff bezeichnet ein besonders ausgeprägtes Profil. Die starken Rillen erzeugen eine Stollenoptik, wie bei Fußballschuhen. Die groben Sohlen gehörten bereits vergangenen Herbst zum Repertoire der modisch Informierten. Nun sind sie auch für die breite Masse tauglich. Die Zahnmusterung sorgt für kernige Details.

Windsor
Windsor
Chino:
Die typische Casual-Hose für Männer und Frauen. Und von den Flächen nicht mehr wegzudenken. Der Evergreen – aus strapazierfähiger Baumwolle, mit Schubtaschen und Bundfalten – kommt zum Frühjahr in frischen Pastell-Farben. Charakteristisch in Beige oder Navy und Khaki. Im Büro gepaart mit Blazer, Bluse und Pumps oder sportiv mit Leinenshirt und Slippern.

Set
Set
Combat-Hose: Die sogenannte Cargohose wurde von Streetwear-Labels wie Carhartt und Dickies bereits in den 90ern in den Fokus der Kunden gerückt. Modisch auch heute wieder ein Thema. Inspiriert von Militäruniformen, in Olivbraun, Khaki und Beige. Klappen- und Faltentaschen auf dem Hosenbein sind charakteristische Merkmale. Gerne auch als Shorts.

Just Female
Just Female
Cupro:
Auch unter Kupferseide oder Kupferfaser bekannt. Die zellulosische Chemiefaser ist mit Viskose vergleichbar und wird nach dem Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren hergestellt. Besonders geeignet ist sie für seidig schimmernde Stoffe. Das Besondere: Cupro ist nicht nur wasch-, sondern auch bügelbar.

Amorph
Amorph
Eggshape-Mantel:
Zu Deutsch „Ei-Form“. Beschreibt eine Passform, die eine O-förmige Silhouette formt. Der weiteste Punkt liegt meist um Taille und Hüfte. Neben Mänteln kommen vor allem auch Kleider in dieser Silhouette. Ein voluminöser Look, am besten mit schmaler Hose kombiniert.

Set
Set
Military-Trench:
Wieder auf dem Vormarsch: der Trenchcoat im Militär-Stil. Was die rustikale Variante ausmacht, sind aufgesetzte Taschen sowie Schulter- und Ärmelriegel. In Khaki und Oliv, aber auch in Graugrün oder Olivbraun. Der markante Look kann mit femininen Accessoires aufgelockert werden.

Diesel
Diesel
Normcore:
Wortmix aus den englischen Begriffen „normal“ und „hardcore“. Meist unisex, und – wie der Name schon sagt – herrlich normal. Weg von auffälligen Mustern und bunten Sneakern. Gezielt unauffällig sein, lautet die Devise, mit Basics in Naturfarben. So soll der Fokus zunehmend auf die inneren Werte gelenkt werden.

Comptoir des Cotonniers
Comptoir des Cotonniers
Slacks:
(engl. = Hose) Ursprünglich eine Arbeitshose mit geradem Bein. Charakteristisch ist die Bügelfalte, von Männern und Frauen tragbar. Vor allem im Tailoring-Look ein ausschlaggebendes Element.

Zara
Zara
Tailoring:
(engl. = zuschneidend, Schneiderei) DOB, von klassischer Herrenmode inspiriert. Der Trend, der im vergangenen Jahr vor allem bei den Vertikalen sichtbar war, wird zum Frühjahr weitergedreht. Fließende Hosen zu scharf geschnittenen Blazern oder Westen mit Revers. Farblich dominiert Grau in allen Nuancen – aber auch Schwarz und Beige sind gesetzt. Sportiv wird der Look durch Sneaker, Pumps bringen Eleganz.

Closed
Closed
Tapered Fit:
(engl. taper = spitz zulaufen) Kegelform, nur umgekehrt: Erinnert ein wenig an die altbekannte Karottenhose. An Po und Oberschenkel etwas luftiger, verläuft die Hose spitz abwärts Richtung Knöchel. Eine neue Alternative zur Skinny-Jeans. Sieht nicht nur bequem aus, ist auch bequem. Der Look wirkt sportiv und jugendlich mit Sneakern, kann aber – etwa mit Brogues – auch elegant sein. Das jeweilige Schuhwerk gibt hier die Richtung vor.