Tief liegt im Winter nicht nur das Quecksilber im Thermometer. Tief sind vor allem die neuen Strukturen und Bindungsbilder, die sich über die wichtigen Komponenten der Konfektion ziehen. Anzüge werden mit Micromustern ausgestattet, die selbst schnöden Zweiknopf-Evergreens etwas mehr Dreidimensionalität verleihen. Sakkos werden Richtung Cardigan gedreht, vor allem über strickige Stoffbilder und Bindungseffekte. Hier flacht nichts ab.

Scharf muss der Look dabei immer bleiben. Aufgeworfene Stoff-Oberflächen versprühen zwar ein gewisses Maß an Gemütlichkeit. Aber wer Formelles trägt, der will nicht wie in eine Kuscheldecke gehüllt wirken. Weichheit strahlt stattdessen Wertigkeit aus und Komfort. Eine schlanke Silhouette bringt bei aller Easiness den wichtigen Schliff.



Soft ist dennoch die Verarbeitung. Runde Schultern und halb- oder gar ungefütterte Jacketts und Mäntel sind die Spitze moderner Formalwear. Doubleface-Stoffe, gebondete Jerseys oder Fabrics mit bedruckter Abseite bringen zusätzlich optischen Schwung ins Innenleben. Schließlich gilt großflächiger Farb- und Mustereinsatz, zumindest bei Anzug, Sakko und Mantel, als kommerziell recht riskant. In der Ausstattung sind sie jedoch häufig ein wichtiges Mehrwert-Detail.

Eduard Dessler
Dritte Dimension. Tiefe Strukturen und verstrichene Wollbilder bringen eine neue Wertigkeit in winterliche Konfelttions-Looks aus soften Suits und Sakkos.

Tonello
Schnittiger. Softe Stoffe treffen auf klar definierte Silhouetten. Schlank muss es sein und abgeräumt im Styling.

Drykorn
Siebziger. Darf’s ein bisschen retro sein? Der 70s-Trend bringt mehr Mut zu Farbe, Dessins und Volumen ins Spiel.

Boglioli
Freier. Die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten ist schier unendlich. Top-Partner zum Winter: der Rolli.

Baldessarini
Flauschiger. Für die Extraportion Cosiness in der Konfektion: Strick und Schals pushen Deko und Merchandising.