Fette Zeiten fürs Sakko. Zum Herbst 2016 erleben Jackets einen Innovationsschub in Sachen Stofflichkeit. Bouclés, Jacquards und Strick sorgen für neue smarte Impulse zwischen Formal- und Casualwear. Alles begann mit Softsakko-Papst Pierluigi Boglioli, der mit seinem neuen Label The Gigi die Branche gehörig hat aufhorchen lassen. Auch aufgrund seiner Kreationen setzen schon jetzt Sakkos mit Stoffen wie Teppiche neue Spitzen im Spiel der Materialien.

Die Devise: Viel Volumen für viel Wertigkeit in Haptik und Optik, aber alles ist leicht, soft und extrem komfortabel. Gabriele Pasini zeigt mit seiner Kollektion für Lardini ebenso, was möglich ist, wenn es um Volumen gepaart mit Leichtigkeit und Softness geht. Jetzt schwappt die Lust aufs Struppige mit Nachdruck auch ins Mittelgenre der Menswear, wo nicht nur Anbieter wie Roy Robson, Benvenuto, CG - Club of Gents und Cinque ihre Sakko-Kollektionen um viele fette Fabrics bereichern.

Die neue Reichheit erzeugt zudem auch gut verkäufliche Hybride zwischen Sakko und Jacke und nicht zuletzt auch zwischen Strick, Jersey und Webware. Das Ergebnis sind zum einen edle, kernige Strickjackets. Zum anderen stehen auch edle Jerseys zum Herbst beim Handel hoch im Kurs. So wird Wirkware edler, und bürotauglicher. Gerne mit Taglio Vivo, aber dann ohne Fransen und Wascheffekte. Der Look dazu spielt mit cleanen Kontrasten oder treibt das Spiel mit fetten Stoffen über voluminöse Mäntel auf die Spitze. Bei den Coats kann es über neue Stoffe gar nicht wuchtig genug sein. Avantgardisten trauen sich hier an mutige Oversized-Effekte heran.

In der TW 51 vom 17. Dezember 2015 gibt es einen ersten modischen Ausblick in den HAKA-Herbst 2016. Die digitale Ausgabe steht bereits am 16. November 2015 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.