Früher legte man gerne ein teures Portemonnaie auf den Tisch, heute ist es das iPhone“, stellt Annette Roeckl vom Münchener Handschuhspezialisten Roeckl fest, der seit einem Jahr auch iPhone- und iPad-Hüllen verkauft. Es stimmt. Im Café, in der Konferenz, im heimischen Wohnzimmer – mittlerweile fehlt etwas, wenn das Smartphone nicht auf dem Tisch liegt. Das Drumrum spielt dabei eine entscheidende Rolle: Erst als Einheit mit seiner Hülle wird das Mobile Device zum Statussymbol.

Denn die Verpackung des Smartphones soll das Gerät längst nicht mehr nur schützen und funktional sein. Das ist Standard, das kann jede Hülle. Vielmehr ist es ihre Optik, die heutzutage zählt, die den Ausschlag zur Kaufentscheidung gibt. Und damit zum Verkaufsargument im Laden wird. Sich dessen bewusst, hat das Gros der Hersteller ein breites Angebot im Repertoire, das auf Trends und überzeugendes Design setzt. Von günstig bis teuer, von schlicht bis extravagant, vom Vertikalen bis zur Designermarke. Hauptsache, nichts erinnert mehr an frühere 08/15-Neopren-Optiken in Schwarz.

Die mobile Gesellschaft: Reisen als Zustand. Immer on tour. Arbeiten unterwegs. All‘ das lässt den Bedarf an Gepäck und Utensilien steigen. Den Anspruch ebenfalls. Und die Umsätze. 30.000 Euro soll das Berliner KaDeWe pro Quadratmeter mit Reisegepäck einfahren. Eine stolze Summe, die den Trend in dieser Marktsparte verdeutlicht. Laut Bundesverband der Deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS) haben die Handelsumsätze mit Reisegepäck (Koffer und Aktentaschen) 2011 gegenüber dem Vorjahr um 11,5% auf 439 Mill. Euro zugelegt. Damit rangiere das Segment auf ähnlichem Niveau wie das Geschäft mit Handtaschen, sagt HDS-Geschäftsführer Manfred Junkert.

Eine ausführliche Analyse des Marktes und der Trends für Reisegepäck und -accessoires sowie Business-Taschen lesen Sie in der TextilWirtschaft 43 vom 25. Oktober 2012. Die digitale Ausgabe steht bereits am 24. Oktober 2012 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.