Es ist ein bisschen wie Prinzessin spielen. Erinnern Sie sich? Schillerlocken eindrehen, Perlenkette und Lippenstift von Mama klauen, die Gardinen geschickt zu einem wunderschönen Rock mit Schleppe drapiert…
Spötter sagen ja, der Chiffon-Rock sieht genauso aus, eben wie eine Gardine. Zugegebenermaßen mag da was dran sein, und er hat sich auch zunächst schwer getan im Handel.

Asos
Asos


Aber manchmal braucht es einfach nur Inspiration, um einen Trend zu entfachen. Manchmal reicht es, wenn man das Teil, das man zuvor lieblos in der Umkleidekabine hat hängen lassen, an der besten Freundin oder an der Verkäuferin sieht.

Fashionistas sind ohnehin hungrig zurzeit. Sie haben Lust auf ungewöhnliche Teile, kleine Experimente. Mit den Midi- und Maxiröcken haben sie sich bereits ausgetobt, auf Chinos haben sie keine Lust mehr. Und auf Jeans schon überhaupt nicht. Es muss was Neues her, und bei vielen Frauen ist nun der Chiffon-Rock das Objekt der Begierde.

Zara
Zara


Am modernsten sind die transparenten Modelle, so wie American Apparel, Cos oder Asos sie verkaufen. Fast bodenlang, nur leicht ausgestellt. Darunter ein Minirock, der das Nötigste bedeckt. Der Chiffon legt sich wie ein sanfter Schleier darüber – Lagenlook mal andersherum. So sieht man es in den Modemetropolen zurzeit. Ohnehin ist Transparenz ein gutes Thema. Wem das schon einen Schritt zu weit geht, der greift dann lieber zu moderateren Varianten. Der Rock muss ja nicht gleich völlig transparent sein.

Eine entscheidende Frage bleibt noch zu klären. Was passt obenherum zum Chiffon-Rock? Mutige tragen Bustiers. Im Alltag kombiniert man wohl eher ein ausgewaschenes Baumwollshirt dazu – beim auffälligen Chiffon-Rock ist Down-Dressing angesagt. Perfekter Partner ist da ein herkömmliches Karohemd. Und wenn man mit dem Chiffon-Teilchen überwintern will, ist ein kurzer Grobstrickpulli oder ein lässiges Sweat die beste Wahl. So sehen Prinzessinen 2012 aus.