Rundhals, markante Bündchen, kastig, grau-melange, mit Logo-Druck und typischen Sweat-Details wie der kleinen Dreiecksnaht am Kragen. Schön, aber kein Sweat. Strick macht neuerdings auf Sweatshirt. Ein Trend, der sich während der Düsseldorfer Ordertage verdichtet hat. Moderne Sportivität ist das Thema der Stunde, und so ist es nur folgerichtig, dass Stricker ihren Teilen durch Sweat-Reminiszenzen den entscheidenden Dreh Lässigkeit verleihen. Edle Kaschmirteile mit witzigen Sprüchen und Logos. Feiner Strick, heruntergewaschen und dip-dyed. So wird die Sweat-Story fortgeschrieben. „Alles, was aus der Sweat-Idee entwickelt ist, läuft super“, sagt Otto Drögsler von Odeeh.

Aber auch das herkömmliche „echte“ Sweatshirt wird zum Sommer 2014 neu aufgemacht. Es zeigt sich variantenreicher denn je. Sportiv: geräumig, gepatcht mit Nylon, mit ironischen Comic-Stickereien. Feminin: mit Seidenärmeln, geschmückt mit Pailletten und Bordüren, überzogen mit Spitze. Couturig: mit Stand, Schößchen und markanten Schmuckteilen. Bernd Schürmann von der gleichnamigen Agentur: „Wir haben großen Erfolg mit Sweatern. Zum kommenden Sommer müssen sie geschmückt und sexy sein.“ Zu den Bestsellern der Orderrunde bisher gehören Modelle mit Spitzenbesätzen von Sly 010. Susanne Sagmeister von Sagmeister in Bregenz zählt ebenfalls auf diesen Look: „Ich glaube ganz stark an die vielen kleinen, geschmückten Oberteile.“

In Premium Sports-Sortimenten und im progressiven Markt schon länger wieder wichtiger Baustein, erfasst das Sweat jetzt den Rest des Marktes. Die Vielzahl der Ideen zeigt, wie kommerziell das Thema ist. „Der Sweat-Look läuft bei uns super. Das schreiben alle Kunden. Zum einen in typischer Sweat-Form, feminin aufgemacht mit Prints und Dekoration, immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Zum anderen als Strickteil in Sweat-Form mit überschnittenen Schultern und Rundhals“, sagt Daniel Gottesdiener von Oui. „In Kombination mit angezogenen Teilen sorgt Sweat für einen sportiven und lässigen Bruch. Außerdem schaffen die fließenden, super weichen Sweat-Stoffe einen Wohlfühlcharakter“, sagt Eva Lutz von Minx.

Einen neuen Dreh bekommt der Sweater über Denim-Optiken wie es beispielsweise bei Passport zu sehen war: „Wir haben Jeansjacken-Formen und Jeanskleider in Sweatware und Jersey umgesetzt, die Denim-Waschungen nachempfunden sind. Das kommt sehr gut an“, sagt Designerin Daniela Kromer-Gouder. Kein Denim, aber schön.

Eine ausführliche Analyse des Düsseldorfers Orderwochenendes lesen Sie in der TW 30 vom 25. Juli 2013. Die digitale Ausgabe steht bereits am 24. Juli 2013 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.