Florenz und Berlin. Zwei wichtige Termine mit dutzenden Messeplattformen und Orderplätzen sind gelaufen. Der erste Eindruck steht. Der erste Block ist ausgefüllt. Jetzt schaut man weiter. Nach der schwierigen Wintersaison 2011/12 geht der Handel vorsichtig an die Order für den nächsten Herbst. Trotzdem kristallisieren sich bei der aktuellen Befragung im TW-Testclub bereits erste Ordertendenzen heraus. Welche Themen, Teile und Outfits haben Potenzial für den Herbst 2012?

Die DOB

  • Besonders viel Innovationskraft liegt in der Bluse. Ob aus Seide oder in Seiden-Optik. Schnitte mit etwas mehr Volumen geben den Outfits einen neuen Dreh. Schluppendetails und Fältelungen an kragenlosen Modellen verdienen besonderes Augenmerk. 
  • Leichtdauen, Softshell, Parka - nun kommt es auf besonders viel Innovation an. Vor allem in Bezug auf Formen und Materialien. 
  • Die schmale Hose etabliert sich wieder stärker. Beschichteter Denim, teils in Farbe, liegt ganz vorne, gefolgt von Modellen in Cord. Chinos wird noch einiges zugetraut, auch lässigen Grenzgängern in Wolle. Zudem funktionieren Jogging-Typen und Flared-Formen, als modische Spitze die Steghose.
  • Kurze Jackentypen, geradlinige Kleider, neue Mäntel mit Volumen. Es kehren schlichtere, schicke Formen zurück. Seide, Woll-Crêpes und Doubles liegen im Trend. 
  • Sportivität ist fester Bestandteil der DOB. Cord, Tweed, klassische Woll-Karos, gewaschene Seide/Baumwoll-Mischungen, Metallic-Beschichtungen und Jacquard-Strick setzen neue Akzente. 

Die HAKA

  • Anzüge bleiben stark - vor allem bei Mix&Match- und NOS-Programmen.
  • Es gibt eine Renaissance der Männersakkos, ob in Tweed, Shetland, Patch. Aufsteiger ist bei den Materialien Cord.
  • Denim bleibt - vor allem in der Marktmitte. Das gilt auch für die Five Pocket. Im modisch progressiven Genre läuft die Chino weiter, dazu schlanke Slacks in Wolle sowie aufgemachte Baumwolle.
  • Viel Zuversicht gibt es bei modisch aufgemachten Semidress-Hemden. Subtile Kontrastnähte, volle Kragen und Manschetten, tonige Patches und feine Stickereien. Starke Impluse kommen von Karos, Vichys, Bindungsbildern und Farbe. Dynamik bei schlanken, dunklen Hemden.
  • Gerade der Grobstrick machte im vergangenen Herbst Probleme. Für den kommenden stehen deshalb feine Teilungen im Fokus. V-Neck, Cardigans oder auch Norweger. Aber Unis müssen etwas "dran haben".
  • Bei den Jacken machen vor allem Übergangsthemen Mut - leichte Stepper, Strickcabans und High-Tech-Nylons.
  • Ein neues Absatzfeld eröffnet sich mit Accessoires. Schals, Tücher, Handschuhe und Mützen versprechen Zuwächse.