Seit Mitte Oktober kommt zunehmend Zug in dieses alljährliche Winterthema: Kaschmir läuft. Und zwar rundum – ob Pullover, Mütze oder Schal. Besonders der Schal. Viele Labels haben für diesen Herbst/Winter erstmals eine kleine Linie aus reinem Kaschmir eingeführt. Wie das Berliner Unternehmen Hüftgold. Oder wagen auch mal starke Töne bei Kaschmir. Wie Codello mit einer Range an Neon-Schals aus 100% Kaschmir. „Alles aus Kaschmir war der Renner. Vor allem Schals und Tücher laufen seit Wochen konstant gut“, sagt Volker Pauli von Pauli and Friends in Dortmund. Topseller dort: Modelle von Amorph für 169 Euro.

Bemerkenswert: Auch in kommerzielleren Sortimenten gewinnt Kaschmir die Oberhand und übertrifft die Erwartungen eines manchen Einkäufers. „Kaschmir Tücher, zum Beispiel von Friendly Hunting, gehen über den Ladentisch als wären sie Baumwolle. Unglaublich!“, sagt eine DOB-Händlerin aus München. „Wir hätten nie gedacht, dass wir davon solche Stückzahlen verkaufen", heißt es aus einem Modehaus in Ertingen. Ausschlaggebend ist mitunter zweifellos der aggressive Preis von 79,90 Euro. In der Regel drehen sich Schwerpunktpreislagen allerdings weiterhin um die 150 bis 170 Euro.

Generell prägen softe Naturfarben das Bild – und das Geschäft. „Grau und Beige sind die Stückzahlenbringer, darauf folgen Pudertöne, kräftige Farben bleiben ein Thema für die sehr modische Kundschaft“, sagt Brigitte Schemat von Ladylike in Düren. Großflächige Muster werden von vielen Kundinnen zurückhaltend bewertet. Kleine geometrische Dessins haben sich hingegen schon in Gang gesetzt.