Von Männern wird er zumeist mit gerümpfter Nase begutachtet, Frauen lieben ihn umso mehr und haben ihn nicht nur im Sommer 2011 rund um die Uhr getragen, sondern auch im Herbst: den Keilabsatz. Und das nicht nur, weil er modern und kommerziell ist, sondern weil man bequem auf ihm steht und geht. Ein wichtiges Verkaufsargument, wie Norbert Meinike von Mirapodo in Berlin es betont: „Da auch das Thema Wellness immer weiter ausgerollt wird, spielen Wedges ob ihrer Bequemlichkeit eine zunehmend wichtige Rolle. Krepp- und Gummisohlen könnten im Zuge dessen im nächsten Herbst/Winter noch häufiger zum Einsatz kommen – für eine noch bessere Dämpfung. Darüber hinaus sehe ich Wedges auch verstärkt mit Schafthöhen, die vielleicht mal bis zur halben Wade reichen.“

Den Keilabsatz in ansprechenden Proportionen zu gestalten, bleibt dabei wohl die größte Herausforderung für Design und Produktion. Sandra Caspers von Shirley Mae in Hamburg erläutert: „Es ist eine Gratwanderung – wenn der Absatz zu klein ist, wirkt der Wedge schnell zu klobig, ja, fast orthopädisch.“ Heinrich Zumnorde von Zumnorde in Münster kann sich vielmehr vorstellen, dass der Keil „durch Teilungen wie bei Prada oder auch durch verschiedene Materialien, vielleicht sogar in Materialkombinationen“ neu in Erscheinung tritt.