Anfang November. Mid Season. Treiber der Saison lassen sich endgültig festklopfen. Es sind ziemlich genau die Dinge, die von Beginn an gut funktioniert haben. Der gemeinsame Nenner: Wolle. Es ist für viele im DOB-Handel kaum noch eine Überraschung. Doch die Kontinuität und nicht nachlassende Breitenwirksamkeit, mit der Poncho und Cape sich bei den Frauen eingeschmeichelt haben, übertrifft viele Erwartungen. Ein Ende? Bislang nicht absehbar. Was wohl auch mit der weitgehend trockenen Herbstwitterung zusammenhängt. Also, alles was wie Wolle aussieht, sei es gestrickt oder gewebt, was sich locker überwerfen lässt, im besten Falle aber richtige Ärmel hat, das ist sehr populär in diesen Wochen.

Parallel das zweite Modethema mit Wollgefühl: Mäntel. Jacken. Jacken auf dem Weg zum Mantel. „Hüllige Mäntel in leichten Wollstoffen – je weiter und leichter, desto schneller sind sie verkauft“, heißt es in einem süddeutschen Haus. Sie dürfen großzügig geschnitten sein, je modischer das Sortiment, desto geräumiger. Der neue Wollmantel, seit Saisons propagiert, ist angekommen im Markt. Auch im breiten.

Seine Tage allerdings sind gezählt, denn mit sinkenden Temperaturen und steigender Nässe oder demnächst gar Schnee, steigen bedarfsorientierte Kundinnen erfahrungsgemäß auf Wattiertes, Gestepptes, Dauniges um. So wie auch jetzt schon parallel zur modischen Wolle Leichtdaune unverändert ein Verkaufsthema ist. Vorausgesetzt, die Jacken zeigen sich neu durch interessante Oberflächen, Steppbilder oder Schnittdetails wie Dreiviertel-Ärmel und Stehkragen. „Etwas Neues muss dran sein“, berichten die Händler – und sei es nur ein asymmetrischer Reißverschluss.