Die Männer sind in Kauflaune. Quer durch Deutschland berichten Händler, dass im HAKA-Bereich immer mehr Outfits und ungewöhnlichere Kombinationen verkauft werden. Dabei steht Komfort immer im Zentrum. Mit unkonstruierten Sakkos aus Web- oder Strickware haben die Hersteller offensichtlich ins Schwarze getroffen. Oder besser: Den Mann im Herbst erwischt. Zu Jeans oder Chinos in herbstlichen Farben greifen die Herren jetzt verstärkt zum sportiven Sakko.

Im Herrenzimmer in Postdam waren daher Stricksakkos in diesen Tagen der Renner: „Super waren die Modelle von Gaudi, die wir für 219 Euro verkaufen. Und daneben noch Boss Orange um 199 Euro", sagt Mitinhaberin Bianca Köhn. Vor allem Grau und Braun seien beliebt. „Sehr gut sind vor allem Sakkos aus gewaschenem Strick angekommen", so Bianca Köhn weiter.

Auch weiter südlich in Lorsch und Bensheim bei Herrenmode Löffelholz bestätigt Inhaber Frank Löffelholz die Tendenz: „Herbst- und Gewürzfarben sind gefragt. Rot-, Gelb- und Grüntöne – bei Hemden und Hosen. Dazu verkaufen wir aktuell sportive, unkonstruierte Sakkos sehr gut." Um die bunten Farben zu erden, laufen die Blazer vor allem in Anthrazit und Marine. So etwa von Bugatti oder Digel in Preislagen von 180 bis 239 Euro.

180 bis 239 Euro, hier bewegt sich das Geschäft. Casual-Sakkos stehen nach wie vor gehörig unter Preisdruck. Unter 200 Euro gehen Stückzahlen. Darüber wird es anspruchsvoll. Die richtige Präsentation und das bisschen mehr an Stand sind wichtig. So haben Sakkos das Potenzial zum Bestseller.