Jetzt wird Druck gemacht. Nach unzähligen Mono-Muster-Saisons geht's dem Dauerbrenner Karo an den Kragen. Die jungen Jungs trauen sich wieder etwas und tauschen Holzfäller-Checks gegen Psycho-Prints. Die Menswear-Schauen zum Sommer 2012 hatten bereits ein weites Feld an Inspirationen eröffnet: Blumen- und Krawatten-Muster-Explosionen bei Prada, satte Tomaten-Plantagen bei Dirk Bikkembergs, Palmenhaine bei Moschino, kaleidoskopartig verschachtelte 70er Jahre Tapeten bei Burberry Prorsum − auf Polos, Hemden, Jacken, kurzen Shorts.

Farblich reicht das Spektrum von den derzeit unerlässlichen, gebrannt-erdigen Ethno-Tönen über cleanere Ikat-Muster in Schwarz/Weiß bis zu sommerlichen Paisleys in abgezogenen Hawaii-Hemd-Farben wie Hellblau, Hellgrün und Rosa.

Junge, progressive Kollektionen haben dieses Feld ebenfalls besetzt. Spitz ausgerichtete Labels, von Antony Morato über Ben Sherman bis zu Topman, sorgen dafür, dass der Look es jetzt auch auf die Straße schafft. In den Clubs der Metropolen ist er schon. Keine Party ohne Paisley, lautet hier das Motto. Oder wie Ober-Musterknabe Jürgen von der Lippe sagen würde: Joy, joy, joy, ich bin ein Blumen-Boy.