Leicht, unprätentiös, barfuß zu tragen: Espadrilles gehören genauso zum Sommer wie Bikini und Sonnenbrille. Von jeher. Zum nächsten Sommer aber bekommen sie noch einmal mehr Gewicht, sind eines der Top Schuhthemen schlechthin. Das wurde bereits Anfang Juli während der Fashion Week in Berlin deutlich: Kaum eine Schuh-Kollektion, die dem Thema nicht in irgendeiner Form Beachtung schenkte. Das wird auch die bevorstehende Düsseldorfer Schuhmesse GDS noch einmal bestätigen.

Dabei werden Espadrilles nicht nur in ihrer ursprünglichen Form oder als feminine Keil-Variante mit leichten Uppers aus Canvas oder butterweichen Ledern gezeigt. Diesmal spielen die Anbieter vielfach nur mit Elementen der beliebten Sommertreter – und lassen sie so zu „ordentlichem“ Schuhwerk werden. Etwa wenn die charakteristische, aus Pflanzenfasern geknüpfte Sohle als Zitat stabile Gummisohlen umrandet.

Solche Variationen lassen ganz neue Schuhe entstehen: moderne Hybride – etwas aus Chelsea, Sneaker und Espadrilles –, die ordentlich (Umsatz-)Potenzial bergen. Weil sie als ein "Mehr" an Schuh auch mehr kosten dürfen, einen höheren Preis rechtfertigen. Und die „gelernten“ Espa-Varianten sind mit ihren attraktiven VKs um maximal 50 Euro im breiten Markt sowieso Schnelldreher. Gemeinsam mit Sneakern laufen sie anderen Schuh-Evergreens wie etwa Ballerinen mehr und mehr den Rang ab. Auch deshalb, weil sie mit ihrer lässigen Attitüde besser zum Zeitgeist passen.