Um was genau handelt es sich bei Chesterfield und Hahnentritt? Was bedeutet Dip-Dye? Wie war doch gleich der englische Fachausdruck für ein kragenloses T-Shirt mit rundem Halsausschnitt? Und wieso ist der Vokuhila zurück in der Mode? Das Lexikon entschlüsselt die Begriffe der Saison:

Androgyn: (griech. anēr = Mann, gynē = Frau); bezeichnete ursprünglich ein Zwitterwesen. In der Mode wird davon gesprochen, wenn ein Look weibliche und männliche Merkmale vereinigt, unisex, eher geradlinig und clean ist. Vor allem wenn typisch männliche Elemente in der DOB übernommen werden.

Bow-Tie: (engl. bow = Schleife, tie = Krawatte); wird normalerweise die Fliege für den Mann bezeichnet. Jetzt, da in der DOB wieder viel vom Boyfriend-Look gesprochen wird, beschreibt man mit Bow-Tie auch die Fliegen- und Schleifen-Varianten für Frauen.

Budapester: Klassischer Herrenschuh mit Lochverzierung. Ursprünglich in Schottland erfunden, trägt er heute den Namen seines Produktionslandes. Junge Männer tragen ihn mittlerweile als Bruch zu Chinos und Jeans.

Chesterfield: Klassischer, englischer Herrenmantel. Ein steigendes Revers mit abgerundeten Ecken, eine einreihige, verdeckte Knopfleiste und ein Stoffbesatz an der Krageninnenseite machen ihn zum Business-Anzug kombinierbar. In grauem Fischgrat und Samtkragen kommt er besonders traditionell daher.

Crew-Neck: Kragenloses T-Shirt mit rundem Halsausschnitt.

Dip-Dye: Ein Trend, der bei der Kleidung anfing und nun auf die Haare übersprang. Die Haarspitzen werden kontrastierend gefärbt, damit es aussieht, als wären die Haare in Farbe getunkt worden. Auch in der Mode ist Dip-Dye wieder ein präsentes Thema. Egal ob Kleid, Shirt oder Jeans: Auch hier wird wieder munter gefärbt – von Farbe zu Farbe oder von Weiß zu Farbe im Verlauf.

Garçon-Stil: Sieht etwa so aus wie Herrenkonfektion auf den weiblichen Körper geschneidert: elegant, zeitlos und qualitativ hochwertig. Dazu eine Schieber-Mütze, und man würde sich perfekt in die Kulisse eines Pariser Straßen-Cafés einfügen.

Hahnentritt: Bezeichnet einen Stoff mit vielen, kleinen, gleichen Mustern in Schwarz und Weiß, die durch das Weben entstehen. Die Form eines diagonal gezerrten Quadrats erinnert an den Fußabruck des Hahns.

Monochrom-Look: (griech mono = eins, einzeln, chrõma = Farbe); davon wird gesprochen, wenn das ganze Outfit einfarbig ist. Jedes Kleidungsstück ist in der gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Farbe gehalten. Nach den Saisons des Colourblockings ein neuer Trend, eher im modisch progressiven Markt.

Oxford-Stoff: Bezeichnet einen Hemdenstoff, der sportlicher und weniger fein als Popeline und Batist wirkt, vor allem durch seine rauere Oberfläche. Er ist weich und gleichzeitig strapazierfähig und entsteht durch das Weben aus gefärbten und ungefärbten Baumwollfäden.

Palazzo-Hose: (ital. Palast); eine an den Hüften anliegende, an den Beinen überweit geschnittene Hose. Meist aus fließendem, weichen Stoff, kann aber auch als Woll-Variante daherkommen. Ob der Name eine Anspielung an die Weite und Größe eines Palastes sein soll? Vielleicht…

Sneaker-Wedge: (engl. sneaker = Sportschuh, wedge = Keilabsatz); das Ursprungsmodell stammt von der französischen Designerin Isabel Marant. Sie kombinierte zwei Trends: den Sneaker und den Wedge. Nachdem ihr Modell restlos ausverkauft war, dauerte es nicht mehr lange, bis auch andere Labels das Design umsetzten.

Teddy-Fell: Webstoff aus Kunstfasern, wie er auch zur Herstellung von Kuscheltieren benutzt wird. Modische Verwendung findet er meist in hellen Tönen als Futter, Kragenbesatz oder komplette Weste.

Vokuhila: Beliebte Frisur aus den 80ern, übersetzt für Oberteile und Kleider. Diese sind vorne deutlich kürzer geschnitten als hinten.